Perzeption at Fachhochschule Campus Wien | Flashcards & Summaries

Select your language

Suggested languages for you:
Log In Start studying!

Lernmaterialien für Perzeption an der Fachhochschule Campus Wien

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Perzeption Kurs an der Fachhochschule Campus Wien zu.

TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie 4 von 9 Wahrnehmungsmöglichkeiten.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

·      Sehsinn: visuelles System 

·      Hörsinn: auditives System

·      Gleichgewichtssinn: vestibuläres System

·      Geruchsinn: olfaktorisches System

·      Geschmackssinn: gustatorisches System

·      Berührungssinn, haptisch-taktiles System

·      Muskel- und Gelenksinn: kinästhetisches System

·      Bewegungssinn: kinästhetisches System

·      Innerer Organsinn: viszerales System

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Was sind Nahsinne?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Die Nahsinne vermitteln dem Körper Informationen aus dem eigenen Körper, der Eigenwahrnehmung. Sie werden auch als propriozeptive Rezeptoren bezeichnet. Hierzu gehören die Rezeptoren der Muskeln, Sehnen, Gelenke, des Gleichgewichtsorganes und einige Hautrezeptoren

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Was übermitteln exterozeptive Rezeptoren?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Exterozeptive Rezeptoren übermitteln sogenannte Fern- oder Umweltreize wie schmecken, riechen, hören, sehen, tasten und spüren durch Berührung. Durch sie ist der Mensch unmittelbar mit der Umwelt verbunden.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wie werden Schmerzrezeptoren noch genannt?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Nozizeptoren

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Wie wird der Bewegungssinn noch genannt?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

kinästhetische Wahrnehmung

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Nennen Sie ein Organsystem in dem viszerale Sensibilität wahrgenommen wird.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Sensoren des Herz-Kreislauf-Systems (kardiovaskuläres System)
  • Sensoren des Lungensystems (pulmonales System
  • Sensoren des Magen-Darm-Systems (gastrointestinales System)
  • Sensoren des Nierensystems (renales System). 
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Welche psychologischen Einflüsse greifen in den Wahrnehmungsprozess ein?

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 

  • Selektion,
  • Ergänzung,
  • Organisation und Strukturierung, 
  • Interpretation.
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Beschreiben Sie einen physiologischen Einflussfaktor auf die Wahrnehmung näher.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gewöhnungseffekt

- zB ein Raum stinkt zuerst, doch mit der Zeit riecht man es nicht mehr = Adaption, kann bei allen Sinnesorganen (außer Schmerz) auftreten, das Ausmaß und die Zeit jedoch ist individuell. Deadaption = wiederanstieg der Empfindlichkeit.

Entfaltung der Sinne

- Blinder - entwickelt Gehör- und Tastsinn besonders weiter. Er „sieht“ mit seinen Ohren und Händen. Umgekehrt entwickelt ein gehörloser Mensch verstärkt seinen visuellen Sinn. Er „hört“ mit den Augen. 

Fällt ein Wahrnehmungsbereich im Gehirn aus, bilden sich unter den Nervenzellen, je nach Anforderung, neue Verknüpfungen mit einem neuen Informationsfluss. Untersuchungen haben ergeben, dass auf diese Art z.B. Hirnzellen im Sehzentrum bei Blindheit keineswegs verkümmern, sondern Hör- bzw. Tasteindrücke verarbeiten. Wenn Blinde zuhören oder auch mit ihren Fingern die Blindenschrift ertasten, ist ihre Sehrinde aktiv. 


Wahrnehmungsschwelle          

Die Leistungen der Sinnesorgane weisen Grenzen in ihrer Empfindlichkeit auf. Das menschliche Auge z.B. sieht Lichtwellenlängen, die zwischen 380 und 750 Nanometer liegen. Das menschliche Ohr hört Töne, die zwischen 20 und 17000 Hertz liegen. Besonders empfindlich ist das Ohr im Bereich zwischen 3000 und 4000 Hertz. In diesem Bereich liegt auch die menschliche Stimme. Die Temperaturrezeptoren reagieren auf Reize, die zwischen 10 und 45°C liegen. 

Die Wahrnehmungsschwelle wird beeinflusst durch das Verhältnis von Reizstärke zum Ausgangsreiz. Ist der Ausgangsreiz niedrig, wird der hinzukommende Reiz stärker wahrgenommen, und umgekehrt. Deutlich wird dies am Beispiel einer Party-Geräuschkulisse. Kommt bei ca. 20 miteinander sprechenden Menschen nun ein Gesprächspaar hinzu, wird der zusätzliche Hörreiz kaum wahrgenommen, im Gegensatz zu einem leeren Raum, in dem eine Unterhaltung zweier Menschen deutlich lauter wirkt. 

In der Nacht ist die Geräuschkulisse insgesamt herabgesetzt. Eine Nachtwache kann deshalb z.B. Atemgeräusche, akustische Warnsignale von Infusomaten usw. viel intensiver wahrnehmen als Pflegekräfte im Tagdienst. 


Verschmelzung

Viele Reize hintereinander werden nicht einzeln wahrgenommen, sondern verschmelzen zu einer Ganzheit (s.o.). Auf diese Art können Verfälschungen entstehen, da einzelne Reize überdeckt werden oder eine neue „Ganzheit“ entsteht. 

Parfüm überdeckt auf der Haut die körpereigenen Duftstoffe; die einzelnen Düfte können nicht mehr differenziert werden. Gleichzeitig vermischen sich aber die Duftstoffe und es entsteht ein neuer (individueller) Geruch. 

Ein weiteres Beispiel stellen die Einzelbilder eines Filmes dar. Das Auge kann die einzelnen Bilder nicht mehr wahrnehmen, sondern nur noch mehrere Einzelbilder als Ganzes und durch die leichten Veränderungen in der Bildfolge als Bewegung. 

Der Verschmelzungseffekt wird auch in der Kinderkrankenpflege z.B. bei der Medikamentengabe benutzt, wo bittere Tropfen auf Zucker geträufelt werden und somit der Gesamtgeschmack süß wird. 

 

Assimilation

Assimilation bedeutet Angleichung bzw. Anpassung, auf die physiologische Wahrnehmung bezogen die Angleichung von Reizen. 

Trifft auf das Auge ein Reiz, der aus verschiedenen Schattierungen einer Farbe besteht, gleicht das Auge an, es macht die Schattierungen ähnlich, mit dem Ergebnis, dass einzelne Farbschattierungen übersehen werden und eine einzige Farbe wahrgenommen wird. 

Assimilation findet ebenso in psychologischen Bereichen bzw. in der Lerntheorie statt. Hier werden neue Situationen mit bekannten verglichen und angeglichen. 

Einzelheiten eines Gerüchtes werden mit eigenen Vorurteilen verglichen und entsprechend modifiziert, bevor es weiterverbreitet wird 

 

Kontrastierung.

Die Kontrastierung ist das Gegenteil der Assimilation. Das Auge verstärkt Farbunterschiede vor einem hellen oder dunklen Hintergrund, was als Kontrast bezeichnet wird. In Abb. 1.7 kann man entweder 2 Gesichter in Gelb vor einem blauen Hintergrund oder einen blauen Pokal vor einem gelben Hintergrund erkennen. Die Wahrnehmung kippt und wir können immer nur eine Figur erkennen, nicht beide gleichzeitig. 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Beschreiben Sie einen Wahrnehmungsfehler oder eine Wahrnehmungsverzerrung.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

 

Halo-Effekt         

Halo bedeutet einen Hof um eine Lichtquelle, die durch Reflexion und Brechung der Lichtstrahlen hervorgerufen wird. Der Halo-Effekt wird auch als Hofeffekt bezeichnet. 

Auf die Wahrnehmung bezogen bedeutet der Halo-Effekt eine positive oder negative Beeinflussung der Personenbeurteilung durch Wahrnehmung einiger weniger markanter Eigenschaften, die andere überdecken. Die Wahrnehmung wird in erster Linie auf die markanten Eigenschaften gerichtet. 

Eine ordnungsliebende Pflegekraft wird von ebenfalls ordentlichen Kollegen und Kolleginnen einen positiven Eindruck haben und geneigt sein, ihnen auch andere positive Eigenschaften zuzuschreiben und negative zu übersehen. Umgekehrt wird sie unordentliche Kollegen und Kolleginnen eher negativ beurteilen und auch andere negative Eigenschaften bemerken. 

 

 

logische Fehler 

 

Der logische Fehler ist dem Halo-Effekt ähnlich. Er unterscheidet sich dadurch, dass der Beurteilende annimmt, dass bestimmte Eigenschaften immer zusammen auftreten. Diese Vorstellung ist an Erfahrungen gebunden und individuell unterschiedlich. 

Gebildete Menschen scheuen körperliche Arbeit; unordentliche Menschen sind faul und muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, sind demütig. 

 

Kontrastfehler

Hierbei werden Eigenschaften mehrerer wahrgenommener Personen miteinander verglichen und beurteilt. Die Ergebnisse beeinflussen sich gegenseitig. 

Eine Pflegekraft nimmt nacheinander mehrere Personen auf, die am nächsten Tag operiert werden sollen. Die Personen reagieren unterschiedlich. Die aufnehmende Pflegekraft nimmt die erste Person wahr und vergleicht die nächste Person mit den wahrgenommen Eigenschaften der ersten. Ist die erste Person aufgeregt und ängstlich, wird die Pflegeperson die weiteren Personen im Vergleich als noch aufgeregter oder als gefasster beurteilen. 

Der Vergleich kann aber auch durch Eigenschaften der beurteilenden Person entstehen. 

Ist die Pflegekraft selbst sehr beherrscht in ihren emotionalen Äußerungen, wird sie diese Eigenschaft im Vergleich zu sich selbst beurteilen und ängstliches Verhalten bei anderen Menschen überinterpretieren. 

Attributierungsfehler 

Attribution bedeutet Ursachenzuschreibung des eigenen und fremden Verhaltens, d.h. das Fragen nach Gründen, die zu einer bestimmten Situation oder einem Verhalten geführt haben, z.B. „Warum habe ich die Krankheit bekommen?“. 

Attributierungen haben Ordnungs- u. Strukturierungsfunktion; sie verleihen den Ereignissen Bedeutungen und helfen, sie zu erklären, zu kontrollieren und vorherzusagen. Die Ursachenzuschreibung ändert sich je nach Standpunkt der Person. Beispielsweise bevorzugt derjenige, der ein Verhalten beobachtet, internale Ursachen, z.B. „Arbeitslose sind faul.“, und die handelnde Person externale Ursachen, z.B. „Ich bekomme altersbedingt keine Arbeit mehr.“ Das bedeutet, der Beobachter führt das Verhalten einer Person auf bestimmte Eigenschaften zurück, ohne die wahre Verhaltensursache zu kennen. Auf diese Weise kommt es zu Verzerrungen in der Wahrnehmung (Attributierungsfehler), die sich nachteilig auf die Interaktion auswirken (vgl. Zimbardo 1995). 

 

soziale Urteile. 

Soziale Urteile verfolgen den Zweck, die auf uns einströmende Fülle an Informationen zu ordnen und komplizierte Verknüpfungsvorgänge bei der Beurteilung zu vereinfachen. Auf diese Weise wird unsere Handlungsfähigkeit und Verständigung beschleunigt. Soziale Urteile beeinflussen die soziale Wahrnehmung wechselseitig. Sie erleichtern Menschen die Integration in eine Gruppe mit ähnlichem Denken. Hier erfahren sie Zugehörigkeit und Akzeptanz und können ihr Verhalten legitimieren. 

Ein Mensch, der gegen Ausländer ist, kann sich in entsprechenden Gruppen ausländerfeindlich verhalten und erfährt dort Zuspruch. Auf der anderen Seite wird sich ein Gegner von Rassismus solchen Gruppen fern halten. 

Nachteilige Auswirkungen haben soziale Urteile, insbesondere durch die fehlende Bereitschaft zur Überprüfung des Urteils, „Schwarz-Weiß-Malerei“ und Verhinderung einer Integration anders denkender oder fremder Menschen. Häufige soziale Urteile sind Einstellungen, Stereotype und Vorurteile. 

Einstellungen: Einstellungen entstehen durch positive oder negative Bewertungen von Personen oder Objekten mit Gefühlsbeteiligung und die Bereitschaft, sich in bestimmten Situationen entsprechend der Einstellung zu verhalten. Die Einstellung ist eng mit dem Begriff der Meinung verwandt. Während die Einstellung von längerer Dauer und tiefer in die Person eingeschlossen ist, orientiert sich die Meinung eher an konkreten Fragestellungen. 

Eine Pflegekraft vertritt die Einstellung, dass die Funktionspflege gut ist, weil sie zeitlich nicht so aufwendig und die Stationsarbeit dadurch schneller erledigt ist, was ihr ein gutes Gefühl gibt. Sie wird den Argumenten der ganzheitlichen Pflege eher negativ gegenüberstehen, wenn sie die Erfahrung gemacht hat, dass auf diese Art und Weise nicht alle Stationsarbeiten geschafft worden sind und sie in solchen Situationen ein schlechtes Gewissen bekommen hat. Das bedeutet, dass sie an ihrer Einstellung festhalten und sich anderen Wahrnehmungen verschließen wird, z.B. der Zufriedenheit der Patienten durch eine ganzheitliche Versorgung. 

Stereotype: Stereotype sind vorgefasste Meinungen über Merkmale von Mitgliedern einer Gruppe. Das heißt, einer bestimmten Person werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, weil sie einer bestimmten sozialen Gruppe angehört. Stereotype können sowohl positiv auch negativ bewertet sein. 

Alle Pflegekräfte haben ein Helfersyndrom oder alle alten Menschen im Altenheim sind hilflos, alle Ordensschwestern sind barmherzig und gutmütig.

Vorurteile: Vorurteile sind negative, herabsetzende Einstellungen gegenüber Merkmalen einzelner Menschen oder Gruppen. 

Ein pflegebedürftiger Mensch möchte sich nicht von einer dunkelhäutigen Pflegekraft waschen lassen, weil er das Vorurteil hat, dass diese Menschen schlecht riechen und faul sind. 

Soziale Wahrnehmung ist die Wahrnehmung von Personen. Sie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die den Eindruck von anderen Menschen entscheidend prägen. 

Soziale Wahrnehmung 

Soziale Wahrnehmung wird durch äußere Eindrücke (Kleidung, Körperbau etc.) beeinflusst. 

Anfangs- und Endeffekt des ersten Eindrucks bleiben besonders haften und sollten deshalb möglichst frei von negativen Informationen sein. 

Wahrnehmungsverzerrungen können durch Halo-Effekt, logische Fehler, Kontrastfehler, Attributierungsfehler und soziale Urteile entstehen. 

 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN


Beschreiben Sie Filtervorgänge bzw. Wahrnehmungsverstärker zu 2 psychischen Einflussfaktoren.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • aktuelle Bedürfnisse,
  • aktueller emotionaler Zustand, Motivation,
  • Interesse,
  • Biografie und Lebenserfahrung, persönliche Charaktereigenschaften, Einstellungen und Wertvorstellungen, soziale Situation,
  • Reizentzug (Reizdeprivation), Reizüberflutung,
  • Habituation.

Aktuelle Bedürfnisse

Je nach Intensität der eigenen aktuellen Bedürfnislage wird die Aufmerksamkeit auf das entsprechende Bedürfnis gelenkt. Je stärker das Bedürfnis wächst, desto mehr rücken andere Wahrnehmungen in den Hintergrund oder werden gar nicht mehr wahrgenommen.

Hunger lenkt z.B. die Aufmerksamkeit mehr und mehr auf alles Essbare. In hungriger Verfassung wird häufig wesentlich mehr im Supermarkt eingekauft als im satten Zustand.

Aktueller emotionaler Zustand Stimmungen wie Wut, Depression, Freude und Sorgen haben einen ganz erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung.

Ein zorniger Mensch nimmt eher negative Reaktionen seiner Mitmenschen wahr als ein entspannter und zufriedener Mensch. Ein verliebter Mensch sieht die Welt sprichwörtlich durch eine „rosarote“ Brille. D.h., dass das Verliebtsein die negativen Eigenschaften des Partners wegfiltert.
Trauernde Menschen sind häufig in ihrem psychischen Antrieb blockiert; sie ziehen sich sozusagen in sich zurück und sind für Reize aus der Umwelt weniger empfänglich. Eine Pflegekraft, die sich um ihren kranken Partner sorgt, wird weniger empfänglich sein für Probleme im Pflegeteam und sich möglicherweise durch Routinearbeiten ablenken.

Motivation
Motivation ist die Summe der Beweggründe, die das menschliche Handeln hinsichtlich Inhalt, Intensität und Richtung zum Erfolg beeinflusst und kontrolliert.
Die Aufmerksamkeit wird auf bestimmte Reize, die zum Erfolg führen, gelenkt und stärker wahrgenommen. Motivationsgeleitete Aufmerksamkeit kann zu einer Wahrnehmungsverzerrung führen, weil viele Reize neben dem Erfolg nicht wahrgenommen bzw. herausgefiltert werden.
Eine Pflegekraft, die Psychiatrie-Fachpflegekraft werden möchte, ist motiviert, ihre
Beobachtungsfähigkeit hinsichtlich psychischer Verhaltensweisen zu schulen und wird ihre Wahrnehmung und Aufmerksamkeit entsprechend lenken.

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie 4 Ziele der professionellen Beobachtung.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN
  • Informationssammlung, Prozess
  • Erkennen, Erfassen und Bewerten des Status der/des Patient*in
  • Erkennen von Bedarf und Bedürfnissen des/der Patient*in
  • Ermitteln des Pflegebedarfs, des Beratungsbedarfs
  • Risiken einschätzen und Prävention: z.B. Thrombose-, Dekubitusprophylaxe
  • Einschätzung der Selbstpflegefähigkeit (Ressourcen, Unterstützungsbedarf)
  • Abweichungen einschätzen (Physiologie, Pathologie)
  • Planen der Pflege (Pflegediagnosen, Pflegeziele, Pflegeinterventionen)
  • Überwachung des Therapieerfolges (Trinken von Heidelbeertee bei Diarrhoe – dünnflüssiger Stuhl verändert sich zu breiiger Konsistenz, Stuhlfrequenz reduziert sich von 7x/24h auf 2x/24h)
  • Evaluation von Pflegeinterventionen: Veränderungen und Entwicklungen einschätzen und dokumentieren (Risiko Dekubitus, Rötung der Haut im Sakralbereich wird durch entlastende Positionierung kleiner, von 3cm auf 2cm
Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Nennen Sie 3 Beobachtungsgrundlagen der Pflege.

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

​Haut

Vitalzeichen

Ernährungszustand



1. Für eine sichere Umgebung sorgen
2. Kommunizieren
3. Atmen
4. Essen und Trinken
5. Ausscheiden
6. Sich sauber halten und kleiden
7. Körpertemperatur regulieren
8. Sich bewegen
9. Arbeiten und spielen
10. Sich als Mann, Frau fühlen und verhalten
11. Schlafen
12. Sterben


  • Erscheinungsbild: Alter, Körperliche Verfassung, Kondition, Bekleidung,
    Persönliche Hygiene
  • Kognitive Fähigkeiten: Bewusstsein, Stimmung, Denken
  • Kommunikation: Sprache, Hören, Sehen
  • Mobilität: Gehvermögen, Bewegung
Lösung ausblenden
  • 72731 Karteikarten
  • 1260 Studierende
  • 182 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Perzeption Kurs an der Fachhochschule Campus Wien - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Nennen Sie 4 von 9 Wahrnehmungsmöglichkeiten.

A:

·      Sehsinn: visuelles System 

·      Hörsinn: auditives System

·      Gleichgewichtssinn: vestibuläres System

·      Geruchsinn: olfaktorisches System

·      Geschmackssinn: gustatorisches System

·      Berührungssinn, haptisch-taktiles System

·      Muskel- und Gelenksinn: kinästhetisches System

·      Bewegungssinn: kinästhetisches System

·      Innerer Organsinn: viszerales System

Q:


Was sind Nahsinne?

A:

Die Nahsinne vermitteln dem Körper Informationen aus dem eigenen Körper, der Eigenwahrnehmung. Sie werden auch als propriozeptive Rezeptoren bezeichnet. Hierzu gehören die Rezeptoren der Muskeln, Sehnen, Gelenke, des Gleichgewichtsorganes und einige Hautrezeptoren

Q:


Was übermitteln exterozeptive Rezeptoren?

A:

Exterozeptive Rezeptoren übermitteln sogenannte Fern- oder Umweltreize wie schmecken, riechen, hören, sehen, tasten und spüren durch Berührung. Durch sie ist der Mensch unmittelbar mit der Umwelt verbunden.

Q:

Wie werden Schmerzrezeptoren noch genannt?

A:

Nozizeptoren

Q:


Wie wird der Bewegungssinn noch genannt?

A:

kinästhetische Wahrnehmung

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:


Nennen Sie ein Organsystem in dem viszerale Sensibilität wahrgenommen wird.

A:
  • Sensoren des Herz-Kreislauf-Systems (kardiovaskuläres System)
  • Sensoren des Lungensystems (pulmonales System
  • Sensoren des Magen-Darm-Systems (gastrointestinales System)
  • Sensoren des Nierensystems (renales System). 
Q:


Welche psychologischen Einflüsse greifen in den Wahrnehmungsprozess ein?

A:

 

  • Selektion,
  • Ergänzung,
  • Organisation und Strukturierung, 
  • Interpretation.
Q:


Beschreiben Sie einen physiologischen Einflussfaktor auf die Wahrnehmung näher.

A:

Gewöhnungseffekt

- zB ein Raum stinkt zuerst, doch mit der Zeit riecht man es nicht mehr = Adaption, kann bei allen Sinnesorganen (außer Schmerz) auftreten, das Ausmaß und die Zeit jedoch ist individuell. Deadaption = wiederanstieg der Empfindlichkeit.

Entfaltung der Sinne

- Blinder - entwickelt Gehör- und Tastsinn besonders weiter. Er „sieht“ mit seinen Ohren und Händen. Umgekehrt entwickelt ein gehörloser Mensch verstärkt seinen visuellen Sinn. Er „hört“ mit den Augen. 

Fällt ein Wahrnehmungsbereich im Gehirn aus, bilden sich unter den Nervenzellen, je nach Anforderung, neue Verknüpfungen mit einem neuen Informationsfluss. Untersuchungen haben ergeben, dass auf diese Art z.B. Hirnzellen im Sehzentrum bei Blindheit keineswegs verkümmern, sondern Hör- bzw. Tasteindrücke verarbeiten. Wenn Blinde zuhören oder auch mit ihren Fingern die Blindenschrift ertasten, ist ihre Sehrinde aktiv. 


Wahrnehmungsschwelle          

Die Leistungen der Sinnesorgane weisen Grenzen in ihrer Empfindlichkeit auf. Das menschliche Auge z.B. sieht Lichtwellenlängen, die zwischen 380 und 750 Nanometer liegen. Das menschliche Ohr hört Töne, die zwischen 20 und 17000 Hertz liegen. Besonders empfindlich ist das Ohr im Bereich zwischen 3000 und 4000 Hertz. In diesem Bereich liegt auch die menschliche Stimme. Die Temperaturrezeptoren reagieren auf Reize, die zwischen 10 und 45°C liegen. 

Die Wahrnehmungsschwelle wird beeinflusst durch das Verhältnis von Reizstärke zum Ausgangsreiz. Ist der Ausgangsreiz niedrig, wird der hinzukommende Reiz stärker wahrgenommen, und umgekehrt. Deutlich wird dies am Beispiel einer Party-Geräuschkulisse. Kommt bei ca. 20 miteinander sprechenden Menschen nun ein Gesprächspaar hinzu, wird der zusätzliche Hörreiz kaum wahrgenommen, im Gegensatz zu einem leeren Raum, in dem eine Unterhaltung zweier Menschen deutlich lauter wirkt. 

In der Nacht ist die Geräuschkulisse insgesamt herabgesetzt. Eine Nachtwache kann deshalb z.B. Atemgeräusche, akustische Warnsignale von Infusomaten usw. viel intensiver wahrnehmen als Pflegekräfte im Tagdienst. 


Verschmelzung

Viele Reize hintereinander werden nicht einzeln wahrgenommen, sondern verschmelzen zu einer Ganzheit (s.o.). Auf diese Art können Verfälschungen entstehen, da einzelne Reize überdeckt werden oder eine neue „Ganzheit“ entsteht. 

Parfüm überdeckt auf der Haut die körpereigenen Duftstoffe; die einzelnen Düfte können nicht mehr differenziert werden. Gleichzeitig vermischen sich aber die Duftstoffe und es entsteht ein neuer (individueller) Geruch. 

Ein weiteres Beispiel stellen die Einzelbilder eines Filmes dar. Das Auge kann die einzelnen Bilder nicht mehr wahrnehmen, sondern nur noch mehrere Einzelbilder als Ganzes und durch die leichten Veränderungen in der Bildfolge als Bewegung. 

Der Verschmelzungseffekt wird auch in der Kinderkrankenpflege z.B. bei der Medikamentengabe benutzt, wo bittere Tropfen auf Zucker geträufelt werden und somit der Gesamtgeschmack süß wird. 

 

Assimilation

Assimilation bedeutet Angleichung bzw. Anpassung, auf die physiologische Wahrnehmung bezogen die Angleichung von Reizen. 

Trifft auf das Auge ein Reiz, der aus verschiedenen Schattierungen einer Farbe besteht, gleicht das Auge an, es macht die Schattierungen ähnlich, mit dem Ergebnis, dass einzelne Farbschattierungen übersehen werden und eine einzige Farbe wahrgenommen wird. 

Assimilation findet ebenso in psychologischen Bereichen bzw. in der Lerntheorie statt. Hier werden neue Situationen mit bekannten verglichen und angeglichen. 

Einzelheiten eines Gerüchtes werden mit eigenen Vorurteilen verglichen und entsprechend modifiziert, bevor es weiterverbreitet wird 

 

Kontrastierung.

Die Kontrastierung ist das Gegenteil der Assimilation. Das Auge verstärkt Farbunterschiede vor einem hellen oder dunklen Hintergrund, was als Kontrast bezeichnet wird. In Abb. 1.7 kann man entweder 2 Gesichter in Gelb vor einem blauen Hintergrund oder einen blauen Pokal vor einem gelben Hintergrund erkennen. Die Wahrnehmung kippt und wir können immer nur eine Figur erkennen, nicht beide gleichzeitig. 

Q:


Beschreiben Sie einen Wahrnehmungsfehler oder eine Wahrnehmungsverzerrung.

A:

 

Halo-Effekt         

Halo bedeutet einen Hof um eine Lichtquelle, die durch Reflexion und Brechung der Lichtstrahlen hervorgerufen wird. Der Halo-Effekt wird auch als Hofeffekt bezeichnet. 

Auf die Wahrnehmung bezogen bedeutet der Halo-Effekt eine positive oder negative Beeinflussung der Personenbeurteilung durch Wahrnehmung einiger weniger markanter Eigenschaften, die andere überdecken. Die Wahrnehmung wird in erster Linie auf die markanten Eigenschaften gerichtet. 

Eine ordnungsliebende Pflegekraft wird von ebenfalls ordentlichen Kollegen und Kolleginnen einen positiven Eindruck haben und geneigt sein, ihnen auch andere positive Eigenschaften zuzuschreiben und negative zu übersehen. Umgekehrt wird sie unordentliche Kollegen und Kolleginnen eher negativ beurteilen und auch andere negative Eigenschaften bemerken. 

 

 

logische Fehler 

 

Der logische Fehler ist dem Halo-Effekt ähnlich. Er unterscheidet sich dadurch, dass der Beurteilende annimmt, dass bestimmte Eigenschaften immer zusammen auftreten. Diese Vorstellung ist an Erfahrungen gebunden und individuell unterschiedlich. 

Gebildete Menschen scheuen körperliche Arbeit; unordentliche Menschen sind faul und muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen, sind demütig. 

 

Kontrastfehler

Hierbei werden Eigenschaften mehrerer wahrgenommener Personen miteinander verglichen und beurteilt. Die Ergebnisse beeinflussen sich gegenseitig. 

Eine Pflegekraft nimmt nacheinander mehrere Personen auf, die am nächsten Tag operiert werden sollen. Die Personen reagieren unterschiedlich. Die aufnehmende Pflegekraft nimmt die erste Person wahr und vergleicht die nächste Person mit den wahrgenommen Eigenschaften der ersten. Ist die erste Person aufgeregt und ängstlich, wird die Pflegeperson die weiteren Personen im Vergleich als noch aufgeregter oder als gefasster beurteilen. 

Der Vergleich kann aber auch durch Eigenschaften der beurteilenden Person entstehen. 

Ist die Pflegekraft selbst sehr beherrscht in ihren emotionalen Äußerungen, wird sie diese Eigenschaft im Vergleich zu sich selbst beurteilen und ängstliches Verhalten bei anderen Menschen überinterpretieren. 

Attributierungsfehler 

Attribution bedeutet Ursachenzuschreibung des eigenen und fremden Verhaltens, d.h. das Fragen nach Gründen, die zu einer bestimmten Situation oder einem Verhalten geführt haben, z.B. „Warum habe ich die Krankheit bekommen?“. 

Attributierungen haben Ordnungs- u. Strukturierungsfunktion; sie verleihen den Ereignissen Bedeutungen und helfen, sie zu erklären, zu kontrollieren und vorherzusagen. Die Ursachenzuschreibung ändert sich je nach Standpunkt der Person. Beispielsweise bevorzugt derjenige, der ein Verhalten beobachtet, internale Ursachen, z.B. „Arbeitslose sind faul.“, und die handelnde Person externale Ursachen, z.B. „Ich bekomme altersbedingt keine Arbeit mehr.“ Das bedeutet, der Beobachter führt das Verhalten einer Person auf bestimmte Eigenschaften zurück, ohne die wahre Verhaltensursache zu kennen. Auf diese Weise kommt es zu Verzerrungen in der Wahrnehmung (Attributierungsfehler), die sich nachteilig auf die Interaktion auswirken (vgl. Zimbardo 1995). 

 

soziale Urteile. 

Soziale Urteile verfolgen den Zweck, die auf uns einströmende Fülle an Informationen zu ordnen und komplizierte Verknüpfungsvorgänge bei der Beurteilung zu vereinfachen. Auf diese Weise wird unsere Handlungsfähigkeit und Verständigung beschleunigt. Soziale Urteile beeinflussen die soziale Wahrnehmung wechselseitig. Sie erleichtern Menschen die Integration in eine Gruppe mit ähnlichem Denken. Hier erfahren sie Zugehörigkeit und Akzeptanz und können ihr Verhalten legitimieren. 

Ein Mensch, der gegen Ausländer ist, kann sich in entsprechenden Gruppen ausländerfeindlich verhalten und erfährt dort Zuspruch. Auf der anderen Seite wird sich ein Gegner von Rassismus solchen Gruppen fern halten. 

Nachteilige Auswirkungen haben soziale Urteile, insbesondere durch die fehlende Bereitschaft zur Überprüfung des Urteils, „Schwarz-Weiß-Malerei“ und Verhinderung einer Integration anders denkender oder fremder Menschen. Häufige soziale Urteile sind Einstellungen, Stereotype und Vorurteile. 

Einstellungen: Einstellungen entstehen durch positive oder negative Bewertungen von Personen oder Objekten mit Gefühlsbeteiligung und die Bereitschaft, sich in bestimmten Situationen entsprechend der Einstellung zu verhalten. Die Einstellung ist eng mit dem Begriff der Meinung verwandt. Während die Einstellung von längerer Dauer und tiefer in die Person eingeschlossen ist, orientiert sich die Meinung eher an konkreten Fragestellungen. 

Eine Pflegekraft vertritt die Einstellung, dass die Funktionspflege gut ist, weil sie zeitlich nicht so aufwendig und die Stationsarbeit dadurch schneller erledigt ist, was ihr ein gutes Gefühl gibt. Sie wird den Argumenten der ganzheitlichen Pflege eher negativ gegenüberstehen, wenn sie die Erfahrung gemacht hat, dass auf diese Art und Weise nicht alle Stationsarbeiten geschafft worden sind und sie in solchen Situationen ein schlechtes Gewissen bekommen hat. Das bedeutet, dass sie an ihrer Einstellung festhalten und sich anderen Wahrnehmungen verschließen wird, z.B. der Zufriedenheit der Patienten durch eine ganzheitliche Versorgung. 

Stereotype: Stereotype sind vorgefasste Meinungen über Merkmale von Mitgliedern einer Gruppe. Das heißt, einer bestimmten Person werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, weil sie einer bestimmten sozialen Gruppe angehört. Stereotype können sowohl positiv auch negativ bewertet sein. 

Alle Pflegekräfte haben ein Helfersyndrom oder alle alten Menschen im Altenheim sind hilflos, alle Ordensschwestern sind barmherzig und gutmütig.

Vorurteile: Vorurteile sind negative, herabsetzende Einstellungen gegenüber Merkmalen einzelner Menschen oder Gruppen. 

Ein pflegebedürftiger Mensch möchte sich nicht von einer dunkelhäutigen Pflegekraft waschen lassen, weil er das Vorurteil hat, dass diese Menschen schlecht riechen und faul sind. 

Soziale Wahrnehmung ist die Wahrnehmung von Personen. Sie wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst, die den Eindruck von anderen Menschen entscheidend prägen. 

Soziale Wahrnehmung 

Soziale Wahrnehmung wird durch äußere Eindrücke (Kleidung, Körperbau etc.) beeinflusst. 

Anfangs- und Endeffekt des ersten Eindrucks bleiben besonders haften und sollten deshalb möglichst frei von negativen Informationen sein. 

Wahrnehmungsverzerrungen können durch Halo-Effekt, logische Fehler, Kontrastfehler, Attributierungsfehler und soziale Urteile entstehen. 

 

Q:


Beschreiben Sie Filtervorgänge bzw. Wahrnehmungsverstärker zu 2 psychischen Einflussfaktoren.

A:
  • aktuelle Bedürfnisse,
  • aktueller emotionaler Zustand, Motivation,
  • Interesse,
  • Biografie und Lebenserfahrung, persönliche Charaktereigenschaften, Einstellungen und Wertvorstellungen, soziale Situation,
  • Reizentzug (Reizdeprivation), Reizüberflutung,
  • Habituation.

Aktuelle Bedürfnisse

Je nach Intensität der eigenen aktuellen Bedürfnislage wird die Aufmerksamkeit auf das entsprechende Bedürfnis gelenkt. Je stärker das Bedürfnis wächst, desto mehr rücken andere Wahrnehmungen in den Hintergrund oder werden gar nicht mehr wahrgenommen.

Hunger lenkt z.B. die Aufmerksamkeit mehr und mehr auf alles Essbare. In hungriger Verfassung wird häufig wesentlich mehr im Supermarkt eingekauft als im satten Zustand.

Aktueller emotionaler Zustand Stimmungen wie Wut, Depression, Freude und Sorgen haben einen ganz erheblichen Einfluss auf die Wahrnehmung.

Ein zorniger Mensch nimmt eher negative Reaktionen seiner Mitmenschen wahr als ein entspannter und zufriedener Mensch. Ein verliebter Mensch sieht die Welt sprichwörtlich durch eine „rosarote“ Brille. D.h., dass das Verliebtsein die negativen Eigenschaften des Partners wegfiltert.
Trauernde Menschen sind häufig in ihrem psychischen Antrieb blockiert; sie ziehen sich sozusagen in sich zurück und sind für Reize aus der Umwelt weniger empfänglich. Eine Pflegekraft, die sich um ihren kranken Partner sorgt, wird weniger empfänglich sein für Probleme im Pflegeteam und sich möglicherweise durch Routinearbeiten ablenken.

Motivation
Motivation ist die Summe der Beweggründe, die das menschliche Handeln hinsichtlich Inhalt, Intensität und Richtung zum Erfolg beeinflusst und kontrolliert.
Die Aufmerksamkeit wird auf bestimmte Reize, die zum Erfolg führen, gelenkt und stärker wahrgenommen. Motivationsgeleitete Aufmerksamkeit kann zu einer Wahrnehmungsverzerrung führen, weil viele Reize neben dem Erfolg nicht wahrgenommen bzw. herausgefiltert werden.
Eine Pflegekraft, die Psychiatrie-Fachpflegekraft werden möchte, ist motiviert, ihre
Beobachtungsfähigkeit hinsichtlich psychischer Verhaltensweisen zu schulen und wird ihre Wahrnehmung und Aufmerksamkeit entsprechend lenken.

Q:

Nennen Sie 4 Ziele der professionellen Beobachtung.

A:
  • Informationssammlung, Prozess
  • Erkennen, Erfassen und Bewerten des Status der/des Patient*in
  • Erkennen von Bedarf und Bedürfnissen des/der Patient*in
  • Ermitteln des Pflegebedarfs, des Beratungsbedarfs
  • Risiken einschätzen und Prävention: z.B. Thrombose-, Dekubitusprophylaxe
  • Einschätzung der Selbstpflegefähigkeit (Ressourcen, Unterstützungsbedarf)
  • Abweichungen einschätzen (Physiologie, Pathologie)
  • Planen der Pflege (Pflegediagnosen, Pflegeziele, Pflegeinterventionen)
  • Überwachung des Therapieerfolges (Trinken von Heidelbeertee bei Diarrhoe – dünnflüssiger Stuhl verändert sich zu breiiger Konsistenz, Stuhlfrequenz reduziert sich von 7x/24h auf 2x/24h)
  • Evaluation von Pflegeinterventionen: Veränderungen und Entwicklungen einschätzen und dokumentieren (Risiko Dekubitus, Rötung der Haut im Sakralbereich wird durch entlastende Positionierung kleiner, von 3cm auf 2cm
Q:

Nennen Sie 3 Beobachtungsgrundlagen der Pflege.

A:

​Haut

Vitalzeichen

Ernährungszustand



1. Für eine sichere Umgebung sorgen
2. Kommunizieren
3. Atmen
4. Essen und Trinken
5. Ausscheiden
6. Sich sauber halten und kleiden
7. Körpertemperatur regulieren
8. Sich bewegen
9. Arbeiten und spielen
10. Sich als Mann, Frau fühlen und verhalten
11. Schlafen
12. Sterben


  • Erscheinungsbild: Alter, Körperliche Verfassung, Kondition, Bekleidung,
    Persönliche Hygiene
  • Kognitive Fähigkeiten: Bewusstsein, Stimmung, Denken
  • Kommunikation: Sprache, Hören, Sehen
  • Mobilität: Gehvermögen, Bewegung
Perzeption

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Perzeption an der Fachhochschule Campus Wien

Für deinen Studiengang Perzeption an der Fachhochschule Campus Wien gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Das sind die beliebtesten Perzeption Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Perception

Maastricht University

Zum Kurs
perception

University of Padua

Zum Kurs
Soziale Perzeption

Hochschule Nordhausen

Zum Kurs
Perception

Örebro University

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Perzeption
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Perzeption