Virologie at Fachhochschule Aachen

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Inzwischen ist es erwiesen, dass bestimmte Viren bei der Entstehung von Krebs eine kausale Rolle spielen. In jüngster Zeit gibt es Untersuchungen, u.a. von Harald zur Hausen vom DKFZ Heidelberg, dass der Verzehr von Kuhmilch und rotem Fleisch mit dem Auftreten von Magen- und Darmkarzinomen assoziiert ist. Bitte spekulieren Sie: 

1. Was für Untersuchungen würden Sie im Labor durchführen, um eine solche Hypothese zu prüfen? 

2. Über welche Mechanismen könnten die noch zu findenden Viren Magen- und Darmkrebs induzieren?

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Was sind nukleosidische Hemmstoffe und wie wirkt Ganciclovir?

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Bestimmte Viren sind mit dem Auftreten von Autoimmunkrankheiten assoziiert. Bitte nennen Sie drei Mechanismen mit jeweils einem Beispiel!

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Was sind „onkolytische Viren“? Welches Produkt ist in diesem Zusammenhang in Deutschland zugelassen und um welches Virus handelt es dabei? Gegen was für eine Erkrankung wird dieses Produkt eingesetzt?

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Welche Rolle spielt die angeborene Immunantwort bei viralen Infektionen? Bitte beschreiben Sie diesen Zusammenhang detailliert!

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Wo replizieren DNA-Viren in der Regel? Bitte erklären Sie, warum sie dort replizieren! Gibt es Ausnahmen?

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Kennen Sie zwei Viren (aus unterschiedlichen Virus-Familien), welche eindeutig mit der Entstehung von Tumorerkrankungen assoziiert sind?

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In den letzten Jahren trat erneut das Ebola-Virus in verschiedenen Ländern in Afrika auf. Welche Spekulationen gibt es im Hinblick auf den Übertragungsweg und worauf basieren diese Spekulationen?

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Wie wirken Acyclovir und AZT? Welche Substanz führt in der Regel zu weniger Nebenwirkungen und warum ist dies so? Gegen welche Viren werden die beiden Substanzen eingesetzt?

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Welche Eintrittspforten werden durch Viren in den Körper genutzt? Nennen Sie bitte jeweils ein virales Beispiel!

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Warum führt jede Aktivierung des Immunsystems in HIV-positiven Menschen zu einer verstärkten Virusreplikation? Bitte erklären Sie detailliert!

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Bei manchen Virusinfektionen wird IFN-alpha appliziert: Wie wirkt es?

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Exemplary flashcards for Virologie at the Fachhochschule Aachen on StudySmarter:

Virologie

Inzwischen ist es erwiesen, dass bestimmte Viren bei der Entstehung von Krebs eine kausale Rolle spielen. In jüngster Zeit gibt es Untersuchungen, u.a. von Harald zur Hausen vom DKFZ Heidelberg, dass der Verzehr von Kuhmilch und rotem Fleisch mit dem Auftreten von Magen- und Darmkarzinomen assoziiert ist. Bitte spekulieren Sie: 

1. Was für Untersuchungen würden Sie im Labor durchführen, um eine solche Hypothese zu prüfen? 

2. Über welche Mechanismen könnten die noch zu findenden Viren Magen- und Darmkrebs induzieren?

1. Der Mikrobiologe kann das Virus im Stuhl über einen sogenannten Enzym-Immun-Test (EIA, Enzyme-Immunoassay) oder die spezifischere und sensitivere PCR nachweisen.

2. Es wird das Erbgut der Viren in die DNA der menschlichen Zelle eingebaut. Und dass in Tumorzellen ganz spezifische Gene dieser Viren aktiv sind, die sogenannten E6 und E7 Gene. Später wurde festgestellt, dass diese beiden Gene das Wachstum von Zellen fördern können – dass es also die entscheidenden Krebsgene sind.

Virologie

Was sind nukleosidische Hemmstoffe und wie wirkt Ganciclovir?

Reverse-Transkriptase-Inhibitoren haben antivirale Eigenschaften gegen HI-Viren. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des viralen Enzyms Reverse Transkriptase, welches die virale RNA in DNA umschreibt und für die Virusvermehrung von Bedeutung ist.

Ganciclovir ist ein Virostatikum aus der Klasse der Nukleosidanaloga, das zur Behandlung von Herpesviren verabreicht wird. Ganciclovir ist ein synthetisches Analogon der Nukleinbase Guanin bzw. von Desoxyguanosin. Die virostatische Wirkung von Ganciclovir basiert auf der Hemmung der viralen DNA-Synthese durch kompetitive Hemmung der DNA-Polymerase und damit des Einbaus von Desoxyguanosintriphosphat in die virale DNA wodurch die virale DNA-Elongation abgebrochen wird.

Virologie

Bestimmte Viren sind mit dem Auftreten von Autoimmunkrankheiten assoziiert. Bitte nennen Sie drei Mechanismen mit jeweils einem Beispiel!

Molekulare Mimikry

-> die Ähnlichkeit von Peptidsequenzen von Phatogenen und eigenem Gewebe, die zu einer Aktivierung autoreaktiver B- und T-Zellen führt 

Bsp.: HIV


Polyklonale Aktivierung

-> Dabei expandiert nicht nur ein einziger, für ein Antigen spezifischer B- oder T-Zell-Klon, sondern es bilden sich mehrere Lymphozyten-Klone, die jeweils ein anderes Epitop des Antigens erkennen. Was im Falle einer Infektion gut ist, weil das Pathogen auf diese Weise rasch von mehreren Seiten attackiert werden kann, kann im Falle eine irrtümlichen Reaktion auf ein Autoantigen leider ebenso zuverlässig zu einer Ausweitung der Abwehr führen

Bsp.: Epstein-Barr-Virus


Superantigene

-> Superantigene lagern sich an die Außenseite von MHC-Molekülen und T-Zell-Rezeptoren an. Sie können unterschiedliche T-Zellen zugleich aktivieren, weil die Prüfung des Antigens durch die Bindestelle des T-zell-Rezeptors umgangen wird.

Bsp.: Tollwutvirus



Virologie

Was sind „onkolytische Viren“? Welches Produkt ist in diesem Zusammenhang in Deutschland zugelassen und um welches Virus handelt es dabei? Gegen was für eine Erkrankung wird dieses Produkt eingesetzt?

Onkolytische Viren:

- Viren, die direkt oder indirekt Tumorzellen töten


Zugelassene Produkte:

Talimogene laherparepvec: neuer HSV-1 Stamm


Einsatz bei:

Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbarem, lokal oder entfernt metastasiertem Melanom ohne Knochen-, Hirn-, Lungen- oder andere viszerale Beteiligung*


Funktion:

Talimogen laherparepvec ist ein modifiziertes und abgeschwächtes onkolytisches Virus, das auf dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 basiert. Nach direkter Injektion in eine Melanomläsion sollen die attenuierten Herpesviren die Tumorzellen zerstören und dabei Tumorantigene und den Granulozyten-Makrophagen-Koloniestimulierenden Faktor (GM-CSF), ein immunstimulierendes Protein, freisetzen. Dies bewirkt eine Aktivierung des T-Zell-basierten körpereigenen Immunsystems, so dass in der Folge auch im Körper entfernt ausgebreitete Tumorzellen aufgespürt und vernichtet werden.  


Virologie

Welche Rolle spielt die angeborene Immunantwort bei viralen Infektionen? Bitte beschreiben Sie diesen Zusammenhang detailliert!

............

Virologie

Wo replizieren DNA-Viren in der Regel? Bitte erklären Sie, warum sie dort replizieren! Gibt es Ausnahmen?

Replikation findet im Zellkern statt. Sie repliziert dort, weil sie die zelluläre DNA-Polymerase nutzt. 

Ausnahmen bilden die Pocken-Viren. Diese replizieren im Zytoplasma, da sie eigene Replikationsenzyme benötigen und diese mitbringen. 

Virologie

Kennen Sie zwei Viren (aus unterschiedlichen Virus-Familien), welche eindeutig mit der Entstehung von Tumorerkrankungen assoziiert sind?

Epstein-Barr-Virus

Hepatitis B und C

Virologie

In den letzten Jahren trat erneut das Ebola-Virus in verschiedenen Ländern in Afrika auf. Welche Spekulationen gibt es im Hinblick auf den Übertragungsweg und worauf basieren diese Spekulationen?

Bisher ist das Reservoir des Ebolavirus nicht eindeutig geklärt. Flughunde werden als wahrscheinlichstes Tier-Reservoir angesehen (sterben selbst vermutlich nicht an der Infektion). 

Fressen überreifes Obst -> Speichel  an Obst (Überträger) -> Lassen Obst fallen -> Affen fressen Obst mit Speiche (+ Virus) -> Menschen kochen Affen nicht richtig ab und essen ih -> Virusinfektion

Frühere Krankheitsausbrüche bei Menschen waren mit erheblichen Todesfällen unter Wildtieren assoziiert, vor allem Menschenaffen und Ducker (kleine, im Wald lebende Antilopen). Es ist bekannt, dass die Erkrankung von Affen auf den Menschen übertragen werden kann (Fleisch häufig halbroh verzehrt).

Virologie

Wie wirken Acyclovir und AZT? Welche Substanz führt in der Regel zu weniger Nebenwirkungen und warum ist dies so? Gegen welche Viren werden die beiden Substanzen eingesetzt?

Aciclovir ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Nukleosid-Analoga, der zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen mit Herpes-simplex- und Varizella-Zoster-Viren verabreicht wird. Aciclovir ist ein Prodrug, das in den infizierten Zellen selektiv zum aktiven Wirkstoff Aciclovirtriphosphat metabolisiert wird, der die virale Polymerase hemmt und zu einem Kettenabbrauch in der DNA führt. 


Zidovudin (AZT) ist ein antiviraler Wirkstoff aus der Gruppe der Reverse-Transkriptase-Inhibitoren zur Behandlung einer Infektion mit dem HI-Virus. Es wurde im Jahr 1987 als erstes AIDS-Medikament zugelassen. Die Effekte beruhen auf der Hemmung des viralen Enzyms Reverse Transkriptase, welches die virale RNA in DNA überführt und bei der Virusvermehrung von Bedeutung ist. 


Nebenwirkungen????

Virologie

Welche Eintrittspforten werden durch Viren in den Körper genutzt? Nennen Sie bitte jeweils ein virales Beispiel!

1) Schleimhaut von Mund-, Nase- und Rachenraum

Bsp.: Adenovirus, Orthomyxo


2) Schleimhäute des Darms

Bsp.: Hep-A, Polioviren


3) Genitalschleimhaut 

Bsp.: HIV, HPVs, HSV-2


4) Haut 

Bsp.: Herpes, Papillom


5) Blutbahn nach Stich/Biss

Bsp.: Flavi-Viren


6) Muskelzellen nach Biss

Bsp.: Tollwutviren

Virologie

Warum führt jede Aktivierung des Immunsystems in HIV-positiven Menschen zu einer verstärkten Virusreplikation? Bitte erklären Sie detailliert!

.......

Virologie

Bei manchen Virusinfektionen wird IFN-alpha appliziert: Wie wirkt es?

Interfeone =

- Proteine (Zytokine), die eine immunstimulierende, antivirale und antitumorale Wirkung entfalten 

- sind körpereigene Gewebshormone 


Alpha - Interferone =

Interferon-Alpha und Interferon-Beta binden an den gleichen Rezeptor und haben daher ähnliche Wirkungen

- Antiviral (hemmen die Virusreplikation)

- Antiproliferativ (Hemmung der zellulären Proteinsynthese)

- Immunmodulatorisch (u.a. Beeinflussung von Lymphozyten)


Interferontherapie

- es werden rekombinate Interferone gegeben

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