Janina Quali at Evangelische Hochschule Freiburg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Janina Quali an der Evangelische Hochschule Freiburg

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TESTE DEIN WISSEN

Grundsätze und Interessen qualitativer Sozialforschung

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TESTE DEIN WISSEN

- Interesse für „subjektive Wirklichkeit“ von Menschen.
• Möchte einzelne Sichtweisen verstehen.
• Befragten sind ExpertInnen für ihre Situation sind. Es geht darum dem
Interviewten Raum zu lassen.
• Subjektive Sichtweisen, Lebenswelten und latenten Sinn verstehen.
• Befragung weniger Personen (dafür in die Tiefe).

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TESTE DEIN WISSEN

Merkmaler rekonstruktiver Sozialforschung

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TESTE DEIN WISSEN

• stellt den „Sinn“ von Erzähltem in den Fokus.
• reiner Informationsgehalt von Aussagen wird „hintenangestellt“.
• Beschäftigt sich nicht nur mit dem „was“, sondern auch mit dem „wie“ & „warum“.

- Das Erzählte steht in Abhängigkeit des Kontextes (Interviewsituation, Beziehung zum Interviewer,
Variation der Wahrheit)
- Berücksichtigung der Erzählperspektiven (Interviewer, interviewte Person)
• Frage nach der Wahrheit
• Erleben & Offenheit bilden Zentrum
• Erzählstrategien- Erzählsignale

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TESTE DEIN WISSEN

Entstehung und Grundsätze der Narrationsanalyse

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TESTE DEIN WISSEN

- Verfahren zum Nachvollzug spontaner Erzählungen über Geschehenes, Erlebtes, sich selbst

- Problem der Forschung: Menschen reproduzieren Erlebtes ja nach Kontext

- narrative Interview wurde von Schütze 1970 entwickelt, aufgrund empirischer Untersuchungen zu Machtstrukturen in der Lokalpolitik

- so konnte Schütze Rückschlüssen ziehen: Erzählungen haben eine innere Logik, diese kann abgebildet werden

--> Narrationsanalyse als Auswertungsverfahren

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TESTE DEIN WISSEN

Was möchte die Narrationsanalyse?

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TESTE DEIN WISSEN

- soziale Wirklichkeit erfassen, wie es die Person darstellt

- Erlebnisse rekonstruieren 

- die Wahrnehmungsweisen und ihnen zugrundeliegende Orientierung und Deutung rekonstruieren.

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TESTE DEIN WISSEN

Zentrale Strukturen der Narrationsanalyse (Schütze)

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TESTE DEIN WISSEN

--> zielt auf Prozessstruktur ab

Schütze identifizierte 4 Strukturen:

1. Konzept der Verlaufskurve: Beschreibt Phasen der Erleidens und des Verlusts von  Handlungskontrolle


2.  Konzept des biografischen Handlungsschemas: Möglichkeit und Fähigkeit des Individuums, Handlungspläne zu verfolgen 


3. Institutionelles Ablaufmuster der Lebensgeschichte: Biografischer Verlauf orientiert sich an "organisatorischen Erwartungsfahrplänen"


4. Wandlungsprozess: Ereignisse geschehen, die in der "Innenwelt" zu finden sind und für den Biographieträger überraschend sind

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TESTE DEIN WISSEN

Grundinformationen  Agency-Analyse

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TESTE DEIN WISSEN

- entwickelt von Lucius-Hoene und Deppermann


Zwei Herangehensweisen:

- Handlungsmacht zwischen Machtbeziehungen, Heteronomie (Abhängigkeit von fremden Einflüssen) und Autonomie in gesellschaftstheoretischen Ansätzen


- Rekonstruktive Analyse subjektiver Vorstellungen von persönlicher Handlungsmacht

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TESTE DEIN WISSEN

Die Grundfrage in der Agency-Analyse

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TESTE DEIN WISSEN

Positioniert sich eine Person als handelnd und handlungsmächtig? Oder als ausgeliefert und handlungsohnmächtig

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TESTE DEIN WISSEN

Mit welchen Aspekten steht die Handlungsmächtigkeit einer Person in Abhängigkeit?

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TESTE DEIN WISSEN

- persönlich soziokulturelle Bedingungsgefüge 

- persönliche Lerngeschichte 

- kulturelle und individuelle Deutungsmuster

- weitere Möglichkeiten der sozialen Positionierung und individueller Ausstattung

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TESTE DEIN WISSEN

Beispiel Agency-Analyse:
• „dann bin ich operiert worden“
• „dann haben sie mich operiert“
• „dann haben wir operiert“
• „dann habe ich mich operieren lassen“
• Was unterscheidet die Aussagen voneinander?
• Welche Aussagen sind aktiv/passiv & warum?

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TESTE DEIN WISSEN

Beispiel:
• „dann bin ich operiert worden“ (Erzählperson = AG, Passivkonstruktion)
• „dann haben sie mich operiert“ (es gibt jemanden der sich verantwortlich macht = sie)
• „dann haben wir operiert“ (Patient sieht sich als mitbeteiligt, sieht sich auch in
Verantwortung)
• „dann habe ich mich operieren lassen“ (lassen im Sinne von erdulden, jedoch in aktiv
herbeigeführter Handlung)

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TESTE DEIN WISSEN

 1. Ebene in der Agency-Analyse

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TESTE DEIN WISSEN

Erzählung/Sprachliche Merkmale


- Agentivierungen legen Perspektiven der sprechenden Person fest 

- Wer oder was werden in das handelnde Zentrum gestellt?

- Art der Versprachlichung von Geschehnissen lassen erkennen, wie Erzählung entsteht: Durch Tätigkeit, Urheberschaft oder Wirkkomponenten


a) „dann habe ich mir einen Termin beim Arzt geholt und er hat mich untersucht“
b) „und dann gings drunter und drüber"


Erzähler verfügt über sprachliche Rollen, ob er selbst aktiv oder erleidend ist

a) „Und dann habe ich mir ein Promotionsthema geholt und meine Arbeit geschrieben“
b) „und dann hat mein Professor mir nahegelegt, doch eine Promotion zu versuchen,
und das habe ich dann gemacht“


- Die Erzählung repräsentiert, wie die erzählende Person in der aktuellen Situation im Hinblick auf Agency verstanden werden will.


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TESTE DEIN WISSEN

Welche Prädikatsausdrücke gibt auf der 1. Ebene der Agency-Analyse?

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TESTE DEIN WISSEN

Aktionsprädikate: 

- zielgerichtete, willentliche Handlung (arbeiten, operieren, fragen, schreien, laufen...)

- verschiedene Handlungen lassen sich dabei unterscheiden: Anhaltend, initiierend, ein Resultat herbeiführend, wiederholend etc. 


Prozessprädikate:

- Bezeichnung von Prozessen ohne willentliche Einwirkung 

 „meine Gelenke sind gealtert"


Statusprädikate:

- Beschreiben Zustand, der grundsätzlich veränderbar ist

 „meine Nebenhöhlen sind entzündet“


Qualitätsprädikate:

- zielen auf unveränderliche Eigenschaften ab: 

 „ich bin querschnittsgelähmt“

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TESTE DEIN WISSEN

Was beschreiben semantische Rollen in der Agency-Analyse?



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TESTE DEIN WISSEN


- beschreiben die Bedeutungsfunktion eines Satzteils im Hinblick auf den ganzen Satz

„Wer hat was getan?“, „Wem ist was geschehen?“, „Was hat sich verändert?“
• Welche und wie viele semantische Rollen gibt es?

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Beispielhafte Karteikarten für deinen Janina Quali Kurs an der Evangelische Hochschule Freiburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Grundsätze und Interessen qualitativer Sozialforschung

A:

- Interesse für „subjektive Wirklichkeit“ von Menschen.
• Möchte einzelne Sichtweisen verstehen.
• Befragten sind ExpertInnen für ihre Situation sind. Es geht darum dem
Interviewten Raum zu lassen.
• Subjektive Sichtweisen, Lebenswelten und latenten Sinn verstehen.
• Befragung weniger Personen (dafür in die Tiefe).

Q:

Merkmaler rekonstruktiver Sozialforschung

A:

• stellt den „Sinn“ von Erzähltem in den Fokus.
• reiner Informationsgehalt von Aussagen wird „hintenangestellt“.
• Beschäftigt sich nicht nur mit dem „was“, sondern auch mit dem „wie“ & „warum“.

- Das Erzählte steht in Abhängigkeit des Kontextes (Interviewsituation, Beziehung zum Interviewer,
Variation der Wahrheit)
- Berücksichtigung der Erzählperspektiven (Interviewer, interviewte Person)
• Frage nach der Wahrheit
• Erleben & Offenheit bilden Zentrum
• Erzählstrategien- Erzählsignale

Q:

Entstehung und Grundsätze der Narrationsanalyse

A:

- Verfahren zum Nachvollzug spontaner Erzählungen über Geschehenes, Erlebtes, sich selbst

- Problem der Forschung: Menschen reproduzieren Erlebtes ja nach Kontext

- narrative Interview wurde von Schütze 1970 entwickelt, aufgrund empirischer Untersuchungen zu Machtstrukturen in der Lokalpolitik

- so konnte Schütze Rückschlüssen ziehen: Erzählungen haben eine innere Logik, diese kann abgebildet werden

--> Narrationsanalyse als Auswertungsverfahren

Q:

Was möchte die Narrationsanalyse?

A:

- soziale Wirklichkeit erfassen, wie es die Person darstellt

- Erlebnisse rekonstruieren 

- die Wahrnehmungsweisen und ihnen zugrundeliegende Orientierung und Deutung rekonstruieren.

Q:

Zentrale Strukturen der Narrationsanalyse (Schütze)

A:

--> zielt auf Prozessstruktur ab

Schütze identifizierte 4 Strukturen:

1. Konzept der Verlaufskurve: Beschreibt Phasen der Erleidens und des Verlusts von  Handlungskontrolle


2.  Konzept des biografischen Handlungsschemas: Möglichkeit und Fähigkeit des Individuums, Handlungspläne zu verfolgen 


3. Institutionelles Ablaufmuster der Lebensgeschichte: Biografischer Verlauf orientiert sich an "organisatorischen Erwartungsfahrplänen"


4. Wandlungsprozess: Ereignisse geschehen, die in der "Innenwelt" zu finden sind und für den Biographieträger überraschend sind

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Q:

Grundinformationen  Agency-Analyse

A:

- entwickelt von Lucius-Hoene und Deppermann


Zwei Herangehensweisen:

- Handlungsmacht zwischen Machtbeziehungen, Heteronomie (Abhängigkeit von fremden Einflüssen) und Autonomie in gesellschaftstheoretischen Ansätzen


- Rekonstruktive Analyse subjektiver Vorstellungen von persönlicher Handlungsmacht

Q:

Die Grundfrage in der Agency-Analyse

A:

Positioniert sich eine Person als handelnd und handlungsmächtig? Oder als ausgeliefert und handlungsohnmächtig

Q:

Mit welchen Aspekten steht die Handlungsmächtigkeit einer Person in Abhängigkeit?

A:

- persönlich soziokulturelle Bedingungsgefüge 

- persönliche Lerngeschichte 

- kulturelle und individuelle Deutungsmuster

- weitere Möglichkeiten der sozialen Positionierung und individueller Ausstattung

Q:

Beispiel Agency-Analyse:
• „dann bin ich operiert worden“
• „dann haben sie mich operiert“
• „dann haben wir operiert“
• „dann habe ich mich operieren lassen“
• Was unterscheidet die Aussagen voneinander?
• Welche Aussagen sind aktiv/passiv & warum?

A:

Beispiel:
• „dann bin ich operiert worden“ (Erzählperson = AG, Passivkonstruktion)
• „dann haben sie mich operiert“ (es gibt jemanden der sich verantwortlich macht = sie)
• „dann haben wir operiert“ (Patient sieht sich als mitbeteiligt, sieht sich auch in
Verantwortung)
• „dann habe ich mich operieren lassen“ (lassen im Sinne von erdulden, jedoch in aktiv
herbeigeführter Handlung)

Q:

 1. Ebene in der Agency-Analyse

A:

Erzählung/Sprachliche Merkmale


- Agentivierungen legen Perspektiven der sprechenden Person fest 

- Wer oder was werden in das handelnde Zentrum gestellt?

- Art der Versprachlichung von Geschehnissen lassen erkennen, wie Erzählung entsteht: Durch Tätigkeit, Urheberschaft oder Wirkkomponenten


a) „dann habe ich mir einen Termin beim Arzt geholt und er hat mich untersucht“
b) „und dann gings drunter und drüber"


Erzähler verfügt über sprachliche Rollen, ob er selbst aktiv oder erleidend ist

a) „Und dann habe ich mir ein Promotionsthema geholt und meine Arbeit geschrieben“
b) „und dann hat mein Professor mir nahegelegt, doch eine Promotion zu versuchen,
und das habe ich dann gemacht“


- Die Erzählung repräsentiert, wie die erzählende Person in der aktuellen Situation im Hinblick auf Agency verstanden werden will.


Q:

Welche Prädikatsausdrücke gibt auf der 1. Ebene der Agency-Analyse?

A:

Aktionsprädikate: 

- zielgerichtete, willentliche Handlung (arbeiten, operieren, fragen, schreien, laufen...)

- verschiedene Handlungen lassen sich dabei unterscheiden: Anhaltend, initiierend, ein Resultat herbeiführend, wiederholend etc. 


Prozessprädikate:

- Bezeichnung von Prozessen ohne willentliche Einwirkung 

 „meine Gelenke sind gealtert"


Statusprädikate:

- Beschreiben Zustand, der grundsätzlich veränderbar ist

 „meine Nebenhöhlen sind entzündet“


Qualitätsprädikate:

- zielen auf unveränderliche Eigenschaften ab: 

 „ich bin querschnittsgelähmt“

Q:

Was beschreiben semantische Rollen in der Agency-Analyse?



A:


- beschreiben die Bedeutungsfunktion eines Satzteils im Hinblick auf den ganzen Satz

„Wer hat was getan?“, „Wem ist was geschehen?“, „Was hat sich verändert?“
• Welche und wie viele semantische Rollen gibt es?

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