Forschungsethik at Evangelische Hochschule Freiburg | Flashcards & Summaries

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TESTE DEIN WISSEN

Definition Ethik

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TESTE DEIN WISSEN

„Ethik ist ein Ausdruck der Achtung des Menschen vor dem Menschen“ (S. 18, Schnell & Dunger).


■ Moral = ein soziales Phänomen, das auf der gemeinsamen Anerkennung von als
verbindlich gesetzten Normen und Werten gründet („sein“)
■ Ethik = Reflexionswissenschaft der Moral („sollen“)
■ Philosophische Ethik kein Bezug zu einer Glaubenswahrheit, sondern logisch-
rationale Vernunft:
„Es wird versucht, allgemeine Prinzipien oder Beurteilungskriterien zur Beantwortung der
Frage des richtigen Handelns zu formulieren, die in ihrer Begründung epochen- und
kulturunabhängige Geltung beanspruchen können“ (Köberer, 2014)
■ Forschungsethik = angewandte Ethik

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TESTE DEIN WISSEN

Was ist Forschungsethik? Worin zeigt sie sich?

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TESTE DEIN WISSEN

- sozialer Prozess innerhalb dessen die forschende Person eine professionelle Beziehung zu den TN aufbaut


- Reflexion dieses Prozesses


- Erzeugte Effekte können unerwünscht sein ( Verletzungen hervorbringen, Wahrheit
verzerren).

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Problem der Vulnerabilität

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TESTE DEIN WISSEN

= Verletzlichkeit

- auf den Status der TN muss geachtet werden

- als vulnerabel werden Lebewesen verstanden, die aufgrund einer aktuellen
Situation in einer Selbstbestimmung eingeschränkt sind oder eingeschränkt sein
können.

 Die Forschungsethik befasst sich wiederum mit der Frage, wie forschende Personen
damit umgehen, um Vulnerabilität von TN zu berücksichtigen und angemessen darauf
einzugehen.

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TESTE DEIN WISSEN

Forschungsethische Grundsätze

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TESTE DEIN WISSEN

- Spannungsfeld: Forschungsinteresse und Einhaltung von allgemeingültigen Normen und Werten


- Verantwortung und Verantwortbarkeit von Forschung


- mögliche Auswirkungen der Forschung auf den Einzelnen und die Gesellschaft


- Grundsatz: Schadensvermeidung


- Schutz der Persönlichkeitsrechte


- informierte Zustimmung der TN





forschungsethische Reflexion:
– Fragen des Datenschutzes
– Fragen nach Interaktion von Forschenden mit Akteur*innen im Feld
– Auswirkungen der Forschung
– die Wahrnehmung von Verantwortung als Wissenschaftlicher*innen in der Gesellschaft (von
Unger, 2014)

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TESTE DEIN WISSEN

Geschichte der Forschungsethik

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TESTE DEIN WISSEN

- unmenschliche Experimente des NS

--> Reaktion darauf Forschungsethik

- Nürnberger Prozesse: Aufarbeitung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zentrale Stellung der Ärzte

- Nürnberger Prozess zeugt von moralischem Fortschritt der Menschheit

- Erlass von Menschenrechtskonventionen


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TESTE DEIN WISSEN

Menschenwürde/Menschenrechte

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TESTE DEIN WISSEN

- Blick auf Effekte, die ohne Forschung nicht da wären


- Unerwünschte Nebenfolgen: Auswirkungen auf die Wahrheit der zu erzielenden Ergebnissen und die Verletzlichkeit der Beteiligten


- verbietet, dass ein Mensch völlig und wieder seinen Willen instrumentalisiert wird 


Menschenrechte:
– Das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit (GG Art.2)
– Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Art. 2)
– Das Recht auf gleichberechtigte Behandlung (GG Art. 3)
– Das Recht auf freie Meinungsäußerung (GG Art. 5)
– Das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (GG Art. 13)
– Das Recht auf Freiheit und Sicherheit (Mkonv. Art. 5)

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TESTE DEIN WISSEN

Was sind die Grundlagen der Forschungsethik?

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TESTE DEIN WISSEN

Informierte Zustimmung:

- TN muss ausreichend über das Forschungsprojekt informiert sein

- nichteinwilligungsfähige TN ist die informierte Zustimmung durch Eltern oder gesetzlichen Vormund Vertreter erforderlich. Sofern möglich, müssen diese in angemessener Weise über Vorhaben informiert werden und ebenfalls Möglichkeit der Zustimmung oder Ablehnung erhalten.

- Zustimmung darf nicht durch Gewalt, Zwang, Betrug, Täuschung herbeigeführt
werden.

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TESTE DEIN WISSEN

Grundlage: Forschungsethisches Verhalten

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TESTE DEIN WISSEN

Wie kann der Forscher dem TN gegenübertreten und situativ Anteil an seiner Situation nehmen?

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TESTE DEIN WISSEN

Welche forschungsethischen Herausforderungen stellen sich in der qualitativen Forschung?

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TESTE DEIN WISSEN

- Involviertheit der Forschenden

- nahe Forschungsbeziehungen und persönliche Vertrauensverhältnisse

- direkter Kontakt mit den Teilnehmenden in ihren Lebens- und Arbeitswelten

- gewisse Unberechenbarkeit

- hohes Maß an Interaktivität


- Wie nehmen die Forschenden ihre Rolle und Verantwortung als Forschende wahr?
- Gegenüber wem und wie geben sie sich als Forschende zu erkennen?
- Welche Informationen geben sie über sich und ihr Anliegen preis?
- Wie gehen sie mit den Informationen um, die sie von den Teilnehmenden erhalten?

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TESTE DEIN WISSEN

Forschungsethische Prinzipien

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TESTE DEIN WISSEN

Prinzip 1: Begründen können, warum zu diesem Thema Forschung notwendig ist


Prinzip 2: Ziel der Forschung erklären können, unter welchen Umständen wirken die TN mit


Prinzip 3: Methodisches Vorgehen explizieren können


Prinzip 4: Einschätzen, ob die Forschungstätigkeit ethisch relevante positive oder negative Folgen für den TN hat


Prinzip 5: Mögliche Verletzungen und Schäden abschätzen ("ethische Prognose")


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TESTE DEIN WISSEN

Weitere forschungsethische Prinzipien

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TESTE DEIN WISSEN

Prinzip 6: Ethische Prävention initiieren, die der Prognose gerecht wird


Prinzip 7: Forsch darf keine falschen Aussagen über den Nutzen seiner Forschung abgeben


Prinzip 8: Geltende Datenschutzbestimmungen beachten

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TESTE DEIN WISSEN

Datenschutzvotum

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TESTE DEIN WISSEN

- grundsätzlich braucht es keine Genehmigung von einer zentralen Einrichtung für Erhebungen

- sensible Forschungsbereiche benötigen ein Datenschutzvotum/Stellungnahme einer entsprechenden Stelle


- Bundesbeauftragte*r für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
- Landesdatenschutzbeauftragte
- Zentrale Datenschutzstelle der baden-württembergischen Universitäten
- Institutionelle Datenschutzbeauftragte

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Q:

Definition Ethik

A:

„Ethik ist ein Ausdruck der Achtung des Menschen vor dem Menschen“ (S. 18, Schnell & Dunger).


■ Moral = ein soziales Phänomen, das auf der gemeinsamen Anerkennung von als
verbindlich gesetzten Normen und Werten gründet („sein“)
■ Ethik = Reflexionswissenschaft der Moral („sollen“)
■ Philosophische Ethik kein Bezug zu einer Glaubenswahrheit, sondern logisch-
rationale Vernunft:
„Es wird versucht, allgemeine Prinzipien oder Beurteilungskriterien zur Beantwortung der
Frage des richtigen Handelns zu formulieren, die in ihrer Begründung epochen- und
kulturunabhängige Geltung beanspruchen können“ (Köberer, 2014)
■ Forschungsethik = angewandte Ethik

Q:

Was ist Forschungsethik? Worin zeigt sie sich?

A:

- sozialer Prozess innerhalb dessen die forschende Person eine professionelle Beziehung zu den TN aufbaut


- Reflexion dieses Prozesses


- Erzeugte Effekte können unerwünscht sein ( Verletzungen hervorbringen, Wahrheit
verzerren).

Q:

Problem der Vulnerabilität

A:

= Verletzlichkeit

- auf den Status der TN muss geachtet werden

- als vulnerabel werden Lebewesen verstanden, die aufgrund einer aktuellen
Situation in einer Selbstbestimmung eingeschränkt sind oder eingeschränkt sein
können.

 Die Forschungsethik befasst sich wiederum mit der Frage, wie forschende Personen
damit umgehen, um Vulnerabilität von TN zu berücksichtigen und angemessen darauf
einzugehen.

Q:

Forschungsethische Grundsätze

A:

- Spannungsfeld: Forschungsinteresse und Einhaltung von allgemeingültigen Normen und Werten


- Verantwortung und Verantwortbarkeit von Forschung


- mögliche Auswirkungen der Forschung auf den Einzelnen und die Gesellschaft


- Grundsatz: Schadensvermeidung


- Schutz der Persönlichkeitsrechte


- informierte Zustimmung der TN





forschungsethische Reflexion:
– Fragen des Datenschutzes
– Fragen nach Interaktion von Forschenden mit Akteur*innen im Feld
– Auswirkungen der Forschung
– die Wahrnehmung von Verantwortung als Wissenschaftlicher*innen in der Gesellschaft (von
Unger, 2014)

Q:

Geschichte der Forschungsethik

A:

- unmenschliche Experimente des NS

--> Reaktion darauf Forschungsethik

- Nürnberger Prozesse: Aufarbeitung der Verbrechen gegen die Menschlichkeit, zentrale Stellung der Ärzte

- Nürnberger Prozess zeugt von moralischem Fortschritt der Menschheit

- Erlass von Menschenrechtskonventionen


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Q:

Menschenwürde/Menschenrechte

A:

- Blick auf Effekte, die ohne Forschung nicht da wären


- Unerwünschte Nebenfolgen: Auswirkungen auf die Wahrheit der zu erzielenden Ergebnissen und die Verletzlichkeit der Beteiligten


- verbietet, dass ein Mensch völlig und wieder seinen Willen instrumentalisiert wird 


Menschenrechte:
– Das Recht auf eine freie Entfaltung der Persönlichkeit (GG Art.2)
– Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Art. 2)
– Das Recht auf gleichberechtigte Behandlung (GG Art. 3)
– Das Recht auf freie Meinungsäußerung (GG Art. 5)
– Das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (GG Art. 13)
– Das Recht auf Freiheit und Sicherheit (Mkonv. Art. 5)

Q:

Was sind die Grundlagen der Forschungsethik?

A:

Informierte Zustimmung:

- TN muss ausreichend über das Forschungsprojekt informiert sein

- nichteinwilligungsfähige TN ist die informierte Zustimmung durch Eltern oder gesetzlichen Vormund Vertreter erforderlich. Sofern möglich, müssen diese in angemessener Weise über Vorhaben informiert werden und ebenfalls Möglichkeit der Zustimmung oder Ablehnung erhalten.

- Zustimmung darf nicht durch Gewalt, Zwang, Betrug, Täuschung herbeigeführt
werden.

Q:

Grundlage: Forschungsethisches Verhalten

A:

Wie kann der Forscher dem TN gegenübertreten und situativ Anteil an seiner Situation nehmen?

Q:

Welche forschungsethischen Herausforderungen stellen sich in der qualitativen Forschung?

A:

- Involviertheit der Forschenden

- nahe Forschungsbeziehungen und persönliche Vertrauensverhältnisse

- direkter Kontakt mit den Teilnehmenden in ihren Lebens- und Arbeitswelten

- gewisse Unberechenbarkeit

- hohes Maß an Interaktivität


- Wie nehmen die Forschenden ihre Rolle und Verantwortung als Forschende wahr?
- Gegenüber wem und wie geben sie sich als Forschende zu erkennen?
- Welche Informationen geben sie über sich und ihr Anliegen preis?
- Wie gehen sie mit den Informationen um, die sie von den Teilnehmenden erhalten?

Q:

Forschungsethische Prinzipien

A:

Prinzip 1: Begründen können, warum zu diesem Thema Forschung notwendig ist


Prinzip 2: Ziel der Forschung erklären können, unter welchen Umständen wirken die TN mit


Prinzip 3: Methodisches Vorgehen explizieren können


Prinzip 4: Einschätzen, ob die Forschungstätigkeit ethisch relevante positive oder negative Folgen für den TN hat


Prinzip 5: Mögliche Verletzungen und Schäden abschätzen ("ethische Prognose")


Q:

Weitere forschungsethische Prinzipien

A:

Prinzip 6: Ethische Prävention initiieren, die der Prognose gerecht wird


Prinzip 7: Forsch darf keine falschen Aussagen über den Nutzen seiner Forschung abgeben


Prinzip 8: Geltende Datenschutzbestimmungen beachten

Q:

Datenschutzvotum

A:

- grundsätzlich braucht es keine Genehmigung von einer zentralen Einrichtung für Erhebungen

- sensible Forschungsbereiche benötigen ein Datenschutzvotum/Stellungnahme einer entsprechenden Stelle


- Bundesbeauftragte*r für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
- Landesdatenschutzbeauftragte
- Zentrale Datenschutzstelle der baden-württembergischen Universitäten
- Institutionelle Datenschutzbeauftragte

Forschungsethik

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