Krankenhausfinanzierung at Duale Hochschule Baden-Württemberg | Flashcards & Summaries

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Lernmaterialien für Krankenhausfinanzierung an der Duale Hochschule Baden-Württemberg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Krankenhausfinanzierung Kurs an der Duale Hochschule Baden-Württemberg zu.

TESTE DEIN WISSEN

Unternehmensleitung 

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TESTE DEIN WISSEN

Der Gesetzgeber stellt die oberste Instanz eines Krankenhauses dar und nimmt direkten Einfluss auf die Zuteilung des für den Wirtschaftsprozess erforderlichen Kapitals

  • … in direkter Form durch die Zuteilung von Fördermitteln
  • … in indirekter Form durch die Zuteilung von Leistungsentgelten 
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TESTE DEIN WISSEN

Gegenwärtige Situation im Gesundheitswesen


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TESTE DEIN WISSEN
  • Krankenhäuser sind im Vergleich zu privatwirtschaftlichen Unternehmen stärkeren Gesetzen unterworfen
  • Beschlüsse des Gesetzgebers treffen Krankenhäuser unmittelbar und zwingen diese zu reagieren
  • Es besteht keine Möglichkeit der freien Preisbildung
    1. DRG
    2. Zusatzentgelte bundeseinheitlich
    3. Punkte für ambulante Leistungen
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TESTE DEIN WISSEN

Gesetzliche Rahmenbedingungen


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Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG)

  • Wurde 1992 erstmals im Rahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes erfasst
  • Auslöser waren:
    1. … ein nach der Wiedervereinigung auf 13,4% angestiegener KV-Beitrag
    2. … eine desolate, finanzielle Situation der GKVen, diese wiederum ausgelöst durch
    3. … jährlich zweistellige (prozentuale) Ausgabensteigerungen

 

 

  • regelt die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser in der BRD durch:
    1. den Erhalt leistungsgerechter Erlöse durch Kostenträger (aus DRGs)
    2. Vergütungen für nachstationäre Behandlungen und AOPen
    3. sowie Übernahme von Investitionskosten im Rahmen der öffentlichen Förderungen (neue Gebäude, neue Geräte, benötigt Antragstellung)
  • Dualistische Finanzierung 
  • Seit Inkrafttreten 1972 teilen sich die Bundesländer und die gesetzlichen Krankenkassen die Finanzierung 
  • Investitionskosten werden durch öffentliche Förderungen durch die Bundesländer getragen
  • Laufende Betriebskosten im Rahmen der Krankenhausvergütung werden von den Krankenkassen getragen 
  • Voraussetzung: das Krankenhaus wurde in den Landeskrankenhausplan aufgenommen §108 SGB V
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Finanzierung durch Corona-Ausgleichszahlungen


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TESTE DEIN WISSEN

Mit §21 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden Ausgleichszahlungen für Ausfälle der Einnahmen, die seit dem 16. März 2020 dadurch entstehen, dass Betten nicht so belegt werden können wie es vor SARS-CoV-2-Pandemie geplant war, geregelt.

 

  • Berechnung der Höhe der tagesbezogenen Ausgleichszahlungen erfolgt anhand einer Excel-Datei, welche die DKG zur Verfügung stellt
  • Ermittelt werden muss ein Referenzwert der Belegungstage aus dem Jahr 2019
  • Der Ausgleichsbetrag pro Tag wird mit 560 € multipliziert
  • Die Übermittlung der Daten erfolgt wöchentlich und beinhaltet die Excel-Datei und eine DIVI-Meldung, beide Dateien sind nur mit einer Unterschrift der Klinikleitung gültig
  • Werden die Daten am folge Montag nicht rechtzeitig und komplett übermittelt erfolgt eine Kürzung
  • Die Übermittlung erfolgt an das zuständige Regierungspräsidium 

 

Mit §21 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden Ausgleichszahlungen für Ausfälle der Einnahmen, die seit dem 16. März 2020 dadurch entstehen, dass Betten nicht so belegt werden können wie es vor SARS-CoV-2-Pandemie geplant war, geregelt.

  • Berechnung der Höhe der Ausgleichzahlungen für bereitgestellte Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeiten erfolgt anhand einer Excel-Tabelle
  • Angegeben werden muss die Anzahl der Intensivbetten zum Stichtag 01.03.2020
  • Die Anzahl der Neuerschaffenen Beatmungsplätze
  • Die Differenz beider Werte multipliziert mit 50.000€ ergibt die Höhe der Ausgleichzahlungen 
  • Die Ausgleichszahlung ist im Gegensatz zu der tagesbezogenen Ausgleichszahlung nur einmalig abrechenbar
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TESTE DEIN WISSEN

Versorgungsstufen der Krankenhäuser

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TESTE DEIN WISSEN

Mit dem Krankenhaus-Kostendämpfungsgesetz vom 22.12.1981 sollten die Instrumentarien zur Bedarfsplanung verbessert und eine Änderung in der Investitionsförderung bewirkt werden.

  • Die Krankenhäuser wurden fortan in den Krankenhausplänen in vier Versorgungsstufen eingeteilt
  • Jedes Bundesland definiert seine Versorgungsstufen unterschiedlich

 

 

Die Versorgungsstufe beschreibt die Stellung eines Allgemeinkrankenhauses in Deutschland im Krankenhausbedarfsplan des jeweiligen Bundeslandes. Die spezielleren Fachkrankenhäuser werden dort in der Regel nicht aufgeführt.

Versorgungsrufe 1 (Krankenhaus der Grundversorgung)

  • Fachrichtung IM oder
  • Fachrichtung Chirurgie
  • Im Einzelfall auch beide
  • Häufig sind hier auch nur Belegärzte

Versorgungstufe 2 (Regelversorgung)

Hier müssen beide Fachrichtungen vorhanden sein

  • Fachrichtungen Chirurgie 
  • IM

Bei Bedarf müssen auch die Fachrichtungen Gyn, Geburtshilfe, HNO, Augenheilkunde vorhanden sein

Versorgungsstufe 3 (Schwerpunktversorgung)

Hat mindestens eine Abteilung für

  • IM
  • Getrennte Abteilungen UCH und Viszeralchirurgie 
  • Radiologie
  • Anästhesie

Versorgungsstufe 4 (Maximalversorgung)

  • IM
  • Getrennte Abteilungen UCH und Viszeralchirurgie 
  • Radiologie
  • Anästhesie

Sie sollen die entsprechenden hoch differenzierten medizinisch-technischen Einrichtungen, zum Beispiel auch medizinische Großgeräte wie CT oder Kernspin, vorhalten.

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TESTE DEIN WISSEN

Entwicklung GS /GW


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TESTE DEIN WISSEN
  • Weniger KH, mehr Fallzahlen
    1. Fusionierung von KH, nicht rentable Abteilungen werden geschlossen / verlagert
    2. Demographischer Wandel 
  • Gesundheitsausgaben steigen (demographischer Wandel, mehr alte Menschen, technischer Fortschritt, Corona)
  • Ambulant vor stationär 
  • Private Trägerschaften nehmen zu (Gewinn zum Ziel machen, durch Investoren mehr Möglichkeit zum medizinischen Fortschritt)
  • Pflege ist durch den demographischen Wandel immer wichtiger geworden, er wird mehr Geld für die Generalisierte Pflegeausbildung ausgegeben 
  • Verweildauer/Behandlungstage werden immer weniger (Man versucht wegen DRG mehr Fälle reinzubekommen, damit die abgerechnet werden können)
  • Pflegesätze (Selbstkostendeckungsprinzip = Betriebskosten, Personal, Innovation, Material) vs. DRG (seitdem sind Betriebskosten nicht mehr gedeckt)
  • Gesundheitskosten steigen jährlich um ca. 1,5 %
  • Duale Finanzierung
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Effekte DRG


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TESTE DEIN WISSEN
  • Vor DRG à tagesgleiche Pflegesätze = jeden Tag das gleiche Geld, egal welcher Fall, dadurch Verweildauer oft länger
  • Wirtschaftliche Verantwortung bei KH 
  • Keine Fall-individuelle Vergütung 
  • Krankenhäuser wurden vergleichbarer bzgl. Verweildauer, Behandlung, Kosten, Erlöse, …
  • Personalabbau (Wenn keine Erlöse mehr reinkommen, muss am Personal gespart werden, IT/Kodierung wird outgesourct) (outgesourcte Kodierfachkräfte werden nach den Fällen bezahlt, die sie kodieren = Personalkosten sparen)
  • Kosten stationär steigen, Patienten werden „blutig“ entlassen
  • Schließung von Fachabteilungen / Verlagerung in andere Häuser
  • Viel höherer Dokumentationsaufwand in der Pflege à alles muss genau dokumentiert werden, jeder Arbeitsschritt, damit die Abrechnung nachgewiesen werden kann            
    1. Außerdem Nachweis bei Zivilrechtlichen Sachen/ Behandlungsfehlern
  • Fördermittel
  • Neue Berufsbilder des Medizincontrollers und klinischer Kodierkraft
  • Seit 2020: Pflegebudget ausgegliedert
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Case-Mix die Summe der Kostengewichte

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  • Der Case-Mix leitet sich aus den Fallzahlen eines Krankenhauses, sowie den Cost-Weights ab und verkörpert die Summe aller in einem Zeitpunkt erbrachten Kostengewichte
  • Der Case Mix entspricht dem gesamt bewerteten Ressourceneinsatz innerhalb des DRG-Entgeltsystems und beschreibt das Leistungsgeschehen z.B. einer Fachabteilung, eines Krankenhauses oder einer Region
  • Um die Summe der DRG-Erlöse zu errechnen, müsste man nun den CM Gesamt mit dem Landesbasisfallwert multiplizieren
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Finanzierung von ambulanten Pflegedienstleistungen 


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  • Ein ambulanter Pflegedienst ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Pflegebedürftige und deren Angehörige in der häuslichen Pflege unterstützt
  • Es gibt keine klassisch einheitlichen Preise bei den Pflegediensten
  • Die Preise der Pflegedienste können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein
  • Die Leistungen werden in Punktwerte eingeteilt und jeder Punkt hat einen bestimmten Wert in Euro
  • Der Punktwert wird individuell zwischen der Pflegekasse und dem Pflegedienst ausgehandelt

 

 

 

Wer die Pflegeleistungskosten des Pflegedienstes zu bezahlen hat, ist davon abhängig, wer der Leistungsträger ist. Dies könnte sein:

  • Die Krankenkasse, wenn es um Leistungen der häuslichen Pflege geht
  • Die Pflegeversicherung bei Pflegegrad 2-5, die übernimmt die Kosten für den Pflegedienst in Höhe der Maximalleistung je Pflegegrad
  • Das Sozialamt, für Menschen die „Hilfe zur Pflege“ erhalten
  • Selbstzahler
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Finanzielle Landeshilfen für Krankenhäuser im Hinblick auf die Corona Pandemie


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TESTE DEIN WISSEN
  • Zusatzpauschale für Beatmungsbettenpauschale des Bundes:
    1. Bsp. Schaffung zusätzlicher Beatmungsplätze
  • Ausgleich/Zuschuss für besonderen, organisatorischen, personellen, ausrüstungsmäßigen und apparativen Mehr-Aufwendungen, bspw. Schutzausrüstung für Personal
  • Pauschale Förderung für intensiven Mehraufwand, bspw. Anschaffung zus. Geräte
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DRG’s


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TESTE DEIN WISSEN
  •  …seit der Reform der Krankenhausfinanzierung per Fallpauschalen (2003) werden die meisten stationären Leistungen über Fallpauschalen, den sogenannten DRG (Diagnoses Related Groups) vergütet. Bis zum Jahr 2002 wurden die stationären Krankenhausleistungen § 7 Entgelte für allgemeine Krankenhausleistungen Krankenhausvergütung durch die Kostenträger 80% über tagesgleiche Pflegesätze und 20% über Sonderentgelte abgerechnet. 
  • Kalkuliert werden die Bewertungsrelationen durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)
  • Seit 2020 aDRG („a“ ausgegliedert): Die Pflegebewertungsrelation wurde aus der DRG „rausgerechnet“ und separat ausgewiesen -> Pflegebudget!

 

  • Krankheitsfälle werden klassifiziert
    1. Gleiche Erkrankung= Gleiches Geld
  • Was wird in eine DRG mit einberechnet?
    1.  Hauptdiagnose
    2.  Nebendiagnose (ICD)
    3. Prozeduren (OPS)
    4. Geschlecht, Alter, Gewicht (BMI)
    5. Aufnahmegrund
    6. Verweildauer
    7. Beatmungsstunden
    8. Entlassungsart
  • Übermittlung dieser Daten 1x jährlich an InEK. (verpflichtend)

 

  • Nicht die Leistung wird vergütet, sondern der Fall
  • Schnelle Entlassungen „blutige Entlassungen“
  • Stationäre Kosten sinken, die ambulanten Kosten steigen

Resultat:

  • Das wirtschaftliche Risiko liegt seither bei den KH. Um die Kosten zu senken und Gewinne zu sichern wurde immer mehr Personal, vor allem mit der Pflege abgebaut 
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(Mutmaßliche) Absichten des Gesetzgebers


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  • kostengünstigere Behandlungen seitens stationärer Leistungserbringer und somit Entlastung der Kostenträger
    1. …pro Behandlung ist nur noch ein pauschalisiertes Entgelt abzurechnen
    2. …Behandlungsdauer spielt nur noch eine untergeordnete Rolle
    3. …Gesetzgeber wünscht Verkürzung der Verweildauer sowie mehr ambulante Operationen
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  • 342085 Karteikarten
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  • 222 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Krankenhausfinanzierung Kurs an der Duale Hochschule Baden-Württemberg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Unternehmensleitung 

A:

Der Gesetzgeber stellt die oberste Instanz eines Krankenhauses dar und nimmt direkten Einfluss auf die Zuteilung des für den Wirtschaftsprozess erforderlichen Kapitals

  • … in direkter Form durch die Zuteilung von Fördermitteln
  • … in indirekter Form durch die Zuteilung von Leistungsentgelten 
Q:

Gegenwärtige Situation im Gesundheitswesen


A:
  • Krankenhäuser sind im Vergleich zu privatwirtschaftlichen Unternehmen stärkeren Gesetzen unterworfen
  • Beschlüsse des Gesetzgebers treffen Krankenhäuser unmittelbar und zwingen diese zu reagieren
  • Es besteht keine Möglichkeit der freien Preisbildung
    1. DRG
    2. Zusatzentgelte bundeseinheitlich
    3. Punkte für ambulante Leistungen
Q:

Gesetzliche Rahmenbedingungen


A:

Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG)

  • Wurde 1992 erstmals im Rahmen des Gesundheitsstrukturgesetzes erfasst
  • Auslöser waren:
    1. … ein nach der Wiedervereinigung auf 13,4% angestiegener KV-Beitrag
    2. … eine desolate, finanzielle Situation der GKVen, diese wiederum ausgelöst durch
    3. … jährlich zweistellige (prozentuale) Ausgabensteigerungen

 

 

  • regelt die wirtschaftliche Sicherung der Krankenhäuser in der BRD durch:
    1. den Erhalt leistungsgerechter Erlöse durch Kostenträger (aus DRGs)
    2. Vergütungen für nachstationäre Behandlungen und AOPen
    3. sowie Übernahme von Investitionskosten im Rahmen der öffentlichen Förderungen (neue Gebäude, neue Geräte, benötigt Antragstellung)
  • Dualistische Finanzierung 
  • Seit Inkrafttreten 1972 teilen sich die Bundesländer und die gesetzlichen Krankenkassen die Finanzierung 
  • Investitionskosten werden durch öffentliche Förderungen durch die Bundesländer getragen
  • Laufende Betriebskosten im Rahmen der Krankenhausvergütung werden von den Krankenkassen getragen 
  • Voraussetzung: das Krankenhaus wurde in den Landeskrankenhausplan aufgenommen §108 SGB V
Q:

Finanzierung durch Corona-Ausgleichszahlungen


A:

Mit §21 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden Ausgleichszahlungen für Ausfälle der Einnahmen, die seit dem 16. März 2020 dadurch entstehen, dass Betten nicht so belegt werden können wie es vor SARS-CoV-2-Pandemie geplant war, geregelt.

 

  • Berechnung der Höhe der tagesbezogenen Ausgleichszahlungen erfolgt anhand einer Excel-Datei, welche die DKG zur Verfügung stellt
  • Ermittelt werden muss ein Referenzwert der Belegungstage aus dem Jahr 2019
  • Der Ausgleichsbetrag pro Tag wird mit 560 € multipliziert
  • Die Übermittlung der Daten erfolgt wöchentlich und beinhaltet die Excel-Datei und eine DIVI-Meldung, beide Dateien sind nur mit einer Unterschrift der Klinikleitung gültig
  • Werden die Daten am folge Montag nicht rechtzeitig und komplett übermittelt erfolgt eine Kürzung
  • Die Übermittlung erfolgt an das zuständige Regierungspräsidium 

 

Mit §21 Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) werden Ausgleichszahlungen für Ausfälle der Einnahmen, die seit dem 16. März 2020 dadurch entstehen, dass Betten nicht so belegt werden können wie es vor SARS-CoV-2-Pandemie geplant war, geregelt.

  • Berechnung der Höhe der Ausgleichzahlungen für bereitgestellte Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeiten erfolgt anhand einer Excel-Tabelle
  • Angegeben werden muss die Anzahl der Intensivbetten zum Stichtag 01.03.2020
  • Die Anzahl der Neuerschaffenen Beatmungsplätze
  • Die Differenz beider Werte multipliziert mit 50.000€ ergibt die Höhe der Ausgleichzahlungen 
  • Die Ausgleichszahlung ist im Gegensatz zu der tagesbezogenen Ausgleichszahlung nur einmalig abrechenbar
Q:

Versorgungsstufen der Krankenhäuser

A:

Mit dem Krankenhaus-Kostendämpfungsgesetz vom 22.12.1981 sollten die Instrumentarien zur Bedarfsplanung verbessert und eine Änderung in der Investitionsförderung bewirkt werden.

  • Die Krankenhäuser wurden fortan in den Krankenhausplänen in vier Versorgungsstufen eingeteilt
  • Jedes Bundesland definiert seine Versorgungsstufen unterschiedlich

 

 

Die Versorgungsstufe beschreibt die Stellung eines Allgemeinkrankenhauses in Deutschland im Krankenhausbedarfsplan des jeweiligen Bundeslandes. Die spezielleren Fachkrankenhäuser werden dort in der Regel nicht aufgeführt.

Versorgungsrufe 1 (Krankenhaus der Grundversorgung)

  • Fachrichtung IM oder
  • Fachrichtung Chirurgie
  • Im Einzelfall auch beide
  • Häufig sind hier auch nur Belegärzte

Versorgungstufe 2 (Regelversorgung)

Hier müssen beide Fachrichtungen vorhanden sein

  • Fachrichtungen Chirurgie 
  • IM

Bei Bedarf müssen auch die Fachrichtungen Gyn, Geburtshilfe, HNO, Augenheilkunde vorhanden sein

Versorgungsstufe 3 (Schwerpunktversorgung)

Hat mindestens eine Abteilung für

  • IM
  • Getrennte Abteilungen UCH und Viszeralchirurgie 
  • Radiologie
  • Anästhesie

Versorgungsstufe 4 (Maximalversorgung)

  • IM
  • Getrennte Abteilungen UCH und Viszeralchirurgie 
  • Radiologie
  • Anästhesie

Sie sollen die entsprechenden hoch differenzierten medizinisch-technischen Einrichtungen, zum Beispiel auch medizinische Großgeräte wie CT oder Kernspin, vorhalten.

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Q:

Entwicklung GS /GW


A:
  • Weniger KH, mehr Fallzahlen
    1. Fusionierung von KH, nicht rentable Abteilungen werden geschlossen / verlagert
    2. Demographischer Wandel 
  • Gesundheitsausgaben steigen (demographischer Wandel, mehr alte Menschen, technischer Fortschritt, Corona)
  • Ambulant vor stationär 
  • Private Trägerschaften nehmen zu (Gewinn zum Ziel machen, durch Investoren mehr Möglichkeit zum medizinischen Fortschritt)
  • Pflege ist durch den demographischen Wandel immer wichtiger geworden, er wird mehr Geld für die Generalisierte Pflegeausbildung ausgegeben 
  • Verweildauer/Behandlungstage werden immer weniger (Man versucht wegen DRG mehr Fälle reinzubekommen, damit die abgerechnet werden können)
  • Pflegesätze (Selbstkostendeckungsprinzip = Betriebskosten, Personal, Innovation, Material) vs. DRG (seitdem sind Betriebskosten nicht mehr gedeckt)
  • Gesundheitskosten steigen jährlich um ca. 1,5 %
  • Duale Finanzierung
Q:

Effekte DRG


A:
  • Vor DRG à tagesgleiche Pflegesätze = jeden Tag das gleiche Geld, egal welcher Fall, dadurch Verweildauer oft länger
  • Wirtschaftliche Verantwortung bei KH 
  • Keine Fall-individuelle Vergütung 
  • Krankenhäuser wurden vergleichbarer bzgl. Verweildauer, Behandlung, Kosten, Erlöse, …
  • Personalabbau (Wenn keine Erlöse mehr reinkommen, muss am Personal gespart werden, IT/Kodierung wird outgesourct) (outgesourcte Kodierfachkräfte werden nach den Fällen bezahlt, die sie kodieren = Personalkosten sparen)
  • Kosten stationär steigen, Patienten werden „blutig“ entlassen
  • Schließung von Fachabteilungen / Verlagerung in andere Häuser
  • Viel höherer Dokumentationsaufwand in der Pflege à alles muss genau dokumentiert werden, jeder Arbeitsschritt, damit die Abrechnung nachgewiesen werden kann            
    1. Außerdem Nachweis bei Zivilrechtlichen Sachen/ Behandlungsfehlern
  • Fördermittel
  • Neue Berufsbilder des Medizincontrollers und klinischer Kodierkraft
  • Seit 2020: Pflegebudget ausgegliedert
Q:

Case-Mix die Summe der Kostengewichte

A:
  • Der Case-Mix leitet sich aus den Fallzahlen eines Krankenhauses, sowie den Cost-Weights ab und verkörpert die Summe aller in einem Zeitpunkt erbrachten Kostengewichte
  • Der Case Mix entspricht dem gesamt bewerteten Ressourceneinsatz innerhalb des DRG-Entgeltsystems und beschreibt das Leistungsgeschehen z.B. einer Fachabteilung, eines Krankenhauses oder einer Region
  • Um die Summe der DRG-Erlöse zu errechnen, müsste man nun den CM Gesamt mit dem Landesbasisfallwert multiplizieren
Q:

Finanzierung von ambulanten Pflegedienstleistungen 


A:
  • Ein ambulanter Pflegedienst ist ein Dienstleistungsunternehmen, das Pflegebedürftige und deren Angehörige in der häuslichen Pflege unterstützt
  • Es gibt keine klassisch einheitlichen Preise bei den Pflegediensten
  • Die Preise der Pflegedienste können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein
  • Die Leistungen werden in Punktwerte eingeteilt und jeder Punkt hat einen bestimmten Wert in Euro
  • Der Punktwert wird individuell zwischen der Pflegekasse und dem Pflegedienst ausgehandelt

 

 

 

Wer die Pflegeleistungskosten des Pflegedienstes zu bezahlen hat, ist davon abhängig, wer der Leistungsträger ist. Dies könnte sein:

  • Die Krankenkasse, wenn es um Leistungen der häuslichen Pflege geht
  • Die Pflegeversicherung bei Pflegegrad 2-5, die übernimmt die Kosten für den Pflegedienst in Höhe der Maximalleistung je Pflegegrad
  • Das Sozialamt, für Menschen die „Hilfe zur Pflege“ erhalten
  • Selbstzahler
Q:

Finanzielle Landeshilfen für Krankenhäuser im Hinblick auf die Corona Pandemie


A:
  • Zusatzpauschale für Beatmungsbettenpauschale des Bundes:
    1. Bsp. Schaffung zusätzlicher Beatmungsplätze
  • Ausgleich/Zuschuss für besonderen, organisatorischen, personellen, ausrüstungsmäßigen und apparativen Mehr-Aufwendungen, bspw. Schutzausrüstung für Personal
  • Pauschale Förderung für intensiven Mehraufwand, bspw. Anschaffung zus. Geräte
Q:

DRG’s


A:
  •  …seit der Reform der Krankenhausfinanzierung per Fallpauschalen (2003) werden die meisten stationären Leistungen über Fallpauschalen, den sogenannten DRG (Diagnoses Related Groups) vergütet. Bis zum Jahr 2002 wurden die stationären Krankenhausleistungen § 7 Entgelte für allgemeine Krankenhausleistungen Krankenhausvergütung durch die Kostenträger 80% über tagesgleiche Pflegesätze und 20% über Sonderentgelte abgerechnet. 
  • Kalkuliert werden die Bewertungsrelationen durch das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK)
  • Seit 2020 aDRG („a“ ausgegliedert): Die Pflegebewertungsrelation wurde aus der DRG „rausgerechnet“ und separat ausgewiesen -> Pflegebudget!

 

  • Krankheitsfälle werden klassifiziert
    1. Gleiche Erkrankung= Gleiches Geld
  • Was wird in eine DRG mit einberechnet?
    1.  Hauptdiagnose
    2.  Nebendiagnose (ICD)
    3. Prozeduren (OPS)
    4. Geschlecht, Alter, Gewicht (BMI)
    5. Aufnahmegrund
    6. Verweildauer
    7. Beatmungsstunden
    8. Entlassungsart
  • Übermittlung dieser Daten 1x jährlich an InEK. (verpflichtend)

 

  • Nicht die Leistung wird vergütet, sondern der Fall
  • Schnelle Entlassungen „blutige Entlassungen“
  • Stationäre Kosten sinken, die ambulanten Kosten steigen

Resultat:

  • Das wirtschaftliche Risiko liegt seither bei den KH. Um die Kosten zu senken und Gewinne zu sichern wurde immer mehr Personal, vor allem mit der Pflege abgebaut 
Q:

(Mutmaßliche) Absichten des Gesetzgebers


A:
  • kostengünstigere Behandlungen seitens stationärer Leistungserbringer und somit Entlastung der Kostenträger
    1. …pro Behandlung ist nur noch ein pauschalisiertes Entgelt abzurechnen
    2. …Behandlungsdauer spielt nur noch eine untergeordnete Rolle
    3. …Gesetzgeber wünscht Verkürzung der Verweildauer sowie mehr ambulante Operationen
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