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Lernmaterialien für GPäd an der Bergische Universität Wuppertal

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TESTE DEIN WISSEN

Warum sind direkte Effekte des Migrationsstatus (auch wenn dieser nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst wurde) auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern immer mit Vorsicht zu interpretieren („Nicht der Migrationsstaus ist ausschlaggebend, sondern...“)?

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TESTE DEIN WISSEN
  • Migrationsstatus = 1 Einflussfaktor von vielen bzgl Lernerfolg!
  • Multikollinearität (W&B)
    • Aspekte korrelieren miteinander
      • Bildungsstatus => geringer Leistungsrückstand bei höherer elterlicher Bildung
      • sozioökonomischer Status => Einkommen, Besitz von Kulturgütern
      • kultureller Status =>Verhaltensweisen, Kommunikation
    • Aspekte beeinflussen ebenfalls Lernerfolg im Kompetenzerwerb des Kindes
  • Angebots-Nutzungs-Modell (Helmke)
    • Einfluss familiärer struktureller Merkmale
      • Schicht => Einkommen, Kulturgüter
      • Sprache => Kommunikation
      • Bildungsnähe => elterliche Bildung
      • Kultur, Erziehung, Sozialisation
    • beeinflussen ebenfalls Lernpotential und Lernaktivität
  • Anlage
    • Anlagen des Kindes spielen auch eine Rolle bzgl. des Lernerfolgs (genetische Dispositionen)
  • Wichtig!
    • keine Stereotype in Bezug au Migrationshintergrund bilden
    • individuelle Förderung
    • hoher Migrationshintergrund ist kein Indikator für Problemstatus einer Klasse
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Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen?

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  • PISA:
    • (2000) erste Anhaltspunkte/Nachweis für primäre und sekundäre Herkunftseffekte auf breiter Datenbasis => Nachweis gravierender soz. Ungleichheiten
    • (2006) keine wesentliche Veränderung der Bildungsbeteiligung in Sozialschichten
      • in Deutschland ist der Zusammenhang zw. der schulischen und der sozialen Herkunft von allen OECD-Ländern am engsten
      • Benachteiligung findet an wichtiger Gelenkstelle statt => Übergang zu weiterführenden Schule
    • (2011) Lesekompetenz bei Kindern in der Regel auf soz. Hintergrund zurückzuführen
    • (2015) Deutschland = Land, in dem die Bildungsgerechtigkeit niedriger ist als im OECD Durchschnitt
      • gravierender Unterschied auf Leistungsskala zw SuS mit und ohne Migrationshinstergrund
  • IGLU
    • (2006) SuS aus bildungsfernen Elternhäusern erhalten von Lehrern erst bei deutlich höheren Leistungswerten eine Gymnasialpräferenz als Kinder aus bildungsnahen Familien
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz der Lehrkräfte in Abhängigkeit von soz. Lage: für SUS aus oberer Dienstklasse fast 5x so hoch, wie die eines (Fach-)Arbeiterkindes
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz in Abhängigkeit des Migrationshintergrundes: für ein Kind, dessen Eltern beide in Deutschland geboren wurden mehr als 2x so hoch wie für ein Kind dessen Eltern beide im Ausland geboren wurden
  • TIMSS:
    • Studie befasst sich mit Naturwissenschaftlichen und mathematischen Fähigkeiten
      • (2011) Armutsgefährdete Kinder &DaZ Kinder weisen math. Defizite auf
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7 Der Anteil an Kindern mit „Migrationshintergrund“ wird häufig als Indikator für den „Problemstatus“ einer Klasse oder Schule herangezogen. Dabei ist oft gar nicht klar, was genau mit „Migrationsstatus“ gemeint ist und warum davon ausgegangen wird, dass dieser die Leitungsentwicklung bzw. das Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern beeinflussen sollte.

•Wie wird „Migrationsstatus“ in der Bildungsforschung (bspw. in internationalen Vergleichsstudien) definiertbzw. gemessen? 

•Warum sind direkte Effekte des Migrationsstatus (auch wenn dieser nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst wurde) auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern immer mit Vorsicht zu interpretieren („Nicht der Migrationsstaus ist ausschlaggebend, sondern...“)?

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  • Def. Migrationsstatus
  • Effekte
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6 „Gemeinsame und erste Schule für alle“ sollte die Grundschule bei ihrer Gründung 1920 werden.Eine Schulform, die soziale Unterschiede nivelliert und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, ungeachtet ihrer Herkunft, ermöglicht.

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird insbesondere dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg nicht über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. Kinder unabhängig von ihrer Leistung bspw. unterschiedliche Übergangsempfehlungen erhalten. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

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  • Befunde
  • Theorien/Modelle
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Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen?

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  • PISA:
    • (2000) erste Anhaltspunkte/Nachweis für primäre und sekundäre Herkunftseffekte auf breiter Datenbasis => Nachweis gravierender soz. Ungleichheiten
    • (2006) keine wesentliche Veränderung der Bildungsbeteiligung in Sozialschichten
      • in Deutschland ist der Zusammenhang zw. der schulischen und der sozialen Herkunft von allen OECD-Ländern am engsten
      • Benachteiligung findet an wichtiger Gelenkstelle statt => Übergang zu weiterführenden Schule
    • (2011) Lesekompetenz bei Kindern in der Regel auf soz. Hintergrund zurückzuführen
    • (2015) Deutschland = Land, in dem die Bildungsgerechtigkeit niedriger ist als im OECD Durchschnitt
      • gravierender Unterschied auf Leistungsskala zw SuS mit und ohne Migrationshinstergrund
  • IGLU
    • (2006) SuS aus bildungsfernen Elternhäusern erhalten von Lehrern erst bei deutlich höheren Leistungswerten eine Gymnasialpräferenz als Kinder aus bildungsnahen Familien
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz der Lehrkräfte in Abhängigkeit von soz. Lage: für SUS aus oberer Dienstklasse fast 5x so hoch, wie die eines (Fach-)Arbeiterkindes
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz in Abhängigkeit des Migrationshintergrundes: für ein Kind, dessen Eltern beide in Deutschland geboren wurden mehr als 2x so hoch wie für ein Kind dessen Eltern beide im Ausland geboren wurden
  • TIMSS:
    • Studie befasst sich mit Naturwissenschaftlichen und mathematischen Fähigkeiten
      • (2011) Armutsgefährdete Kinder &DaZ Kinder weisen math. Defizite auf
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Soziale Ungleichheit wird insbesondere dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg nicht über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. Kinder unabhängig von ihrer Leistung bspw. unterschiedliche Übergangsempfehlungen erhalten. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?





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  • Rational Choice Theorie Boudon
    • Herkunftseffekte bestimmen soziale Ungleichheit
    • sekundäre Effekte: Ursache für unterschiedliche Übergangsempfehlung, ohne tatsächlichen Leistungsunterschied - externale Leistungseinschränkung (institutionelle Diskriminierung) und unterschiedliche Kosten/Nutzen von Bildungsabschlüssen
  • Kulturtheorie Bourdieu
    • soziale Ungerechtigkeit durch ungleiche Kapitalausstattung im Habitus zu erklären
      • soziale Kapital (Beziehungsnetzwerk -> Unterstützung von anderen Personen) und symbolisches Kapital (Anerkennung/Status -> Einfluss) bestimmen soz. Position
  • subjektiver Pygmalion-Effekt
  • Lehrerbeurteil wird durch Erwartung beeinflusst
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Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?



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  • Angebots-Nutzungs-Modell von Helmke 2009
    • Merkmale der Familie beeinflussen lernpotential/Lernaktivität
    • Strukturmerkmale: Schicht, Bildungsnähe, Kultur
    • Prozessmerkmale: Erziehung, Sozialisation
  • Modell nach Watermann & Baumert
    • Prozess- und Strukturmerkmale beeinflussen Kompetenzerwerb
    • Strukturmerkmale (indirekter Einfluss): Sozioökonomischer Status, Bildungsniveau und Migrationsstatus der Familie
    • Prozessmerkmale (direkter Einfluss): Konsumtives Verhalten, Kulturelle Praxis, kommunikative und soziale Praxis
  • Kulturtheorie Bourdieu
    • soziale Ungerechtigkeit ist durch ungleiche Kapitalausstattung im Habitus zu erklären
    • das ökonomische (Geld -> Nachhilfe), kulturelle (Wissen d. Eltern -> Hilfe) und soziale (Beziehungswerk) Kapital bestimmt die soz. Position
  • Rational Choice Theorie Boudon
    • primäre und sekundäre Herkunftseffekte als Mechanismen der Reproduktion von soz. Ungleichheit
    • primäre Herkunftseffekte: Ursachen, die für Unterschiede in den gezeigten Schulleistungen von Kindern versch. soz. Herkunft verantwortlich sind
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1 Eine „Pädagogik vom Kinde aus“ gilt als eine der zentralen Forderungen für die Grundschule und ist eng verbunden mit dem Aufkommen reformpädagogischer Ideen Anfang des 20. Jahrhunderts.

•Vor welchem historischen Hintergrund ist diese Forderung einzuordnen? Welche Vorstellung von Kindheit hatte man damals, welche heute? 

•Welche gesellschaftlichen Entwicklungen waren wohl notwendig um überhaupt den Anspruch zu formulieren, dass sich eine Schule an den Bedürfnissen von Kindern zu orientieren hat?

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•Vor welchem historischen Hintergrund ist diese Forderung einzuordnen? Welche Vorstellung von Kindheit hatte man damals, welche heute? 

•Welche gesellschaftlichen Entwicklungen waren wohl notwendig um überhaupt den Anspruch zu formulieren, dass sich eine Schule an den Bedürfnissen von Kindern zu orientieren hat?

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2 Was Grundschule lehren soll, wird seit Anbeginn ihrer Gründung immer wieder heftig diskutiert. Dabei gilt es immer den Anspruch einer „kindgerechten Schule“ und einer „grundlegenden Bildung“ zu erfüllen.

•Was meinen diese beiden Forderungen (Stichwörter: Unterricht und Inhalte)? Warum sind sie auch heue noch relevant? 

•Wie haben sich „(Bildungs-)Inhalte“ im Laufe der Zeit verändert? 

•Welche Chancen bietet ein kompetenzorientierter Unterricht für die heutige Grundschule?

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•Was meinen diese beiden Forderungen (Stichwörter: Unterricht und Inhalte)? Warum sind sie auch heue noch relevant? 

•Wie haben sich „(Bildungs-)Inhalte“ im Laufe der Zeit verändert? 

•Welche Chancen bietet ein kompetenzorientierter Unterricht für die heutige Grundschule?

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4 Das Angebot-Nutzungs-Modell nach Helmke beschreibt die komplexen Zusammenhänge zwischen Unterricht und Lernerfolg und deren Einflussfaktoren.

•Welche Zusammenhänge zwischen dem familiären Hintergrund und dem Lernerfolg von Kindern werden in dem Modell von Helmke beschrieben? 

•Integrieren Sie die im Modell von Watermann & Baumert (2006) getätigten Zusammenhänge in das Angebot-Nutzungs-Modell von Helmke

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•Welche Zusammenhänge zwischen dem familiären Hintergrund und dem Lernerfolg von Kindern werden in dem Modell von Helmke beschrieben? 

•Integrieren Sie die im Modell von Watermann & Baumert (2006) getätigten Zusammenhänge in das Angebot-Nutzungs-Modell von Helmke

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5 „Gemeinsame und erste Schule für alle“ sollte die Grundschule bei ihrer Gründung 1920 werden.Eine Schulform, die soziale Unterschiede nivelliert und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, ungeachtet ihrer Herkunft, ermöglicht.

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

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TESTE DEIN WISSEN

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

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Wie wird „Migrationsstatus“ in der Bildungsforschung (bspw. in internationalen Vergleichsstudien) definiert bzw. gemessen?

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laut OECD: 

  • Definition anhand familiären Sprachgebrauchs als Aspekt für Bildungserfolg
  • Bezug auf Geburtsland der Eltern
    • Kinder, deren Eltern, beide in Deutschland geboren sind
    • Kinder, wo ein Teil im Ausland geboren ist
    • Kinder, deren Eltern beide im Ausland geboren ist
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  • 2260 Studierende
  • 115 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen GPäd Kurs an der Bergische Universität Wuppertal - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Warum sind direkte Effekte des Migrationsstatus (auch wenn dieser nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst wurde) auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern immer mit Vorsicht zu interpretieren („Nicht der Migrationsstaus ist ausschlaggebend, sondern...“)?

A:
  • Migrationsstatus = 1 Einflussfaktor von vielen bzgl Lernerfolg!
  • Multikollinearität (W&B)
    • Aspekte korrelieren miteinander
      • Bildungsstatus => geringer Leistungsrückstand bei höherer elterlicher Bildung
      • sozioökonomischer Status => Einkommen, Besitz von Kulturgütern
      • kultureller Status =>Verhaltensweisen, Kommunikation
    • Aspekte beeinflussen ebenfalls Lernerfolg im Kompetenzerwerb des Kindes
  • Angebots-Nutzungs-Modell (Helmke)
    • Einfluss familiärer struktureller Merkmale
      • Schicht => Einkommen, Kulturgüter
      • Sprache => Kommunikation
      • Bildungsnähe => elterliche Bildung
      • Kultur, Erziehung, Sozialisation
    • beeinflussen ebenfalls Lernpotential und Lernaktivität
  • Anlage
    • Anlagen des Kindes spielen auch eine Rolle bzgl. des Lernerfolgs (genetische Dispositionen)
  • Wichtig!
    • keine Stereotype in Bezug au Migrationshintergrund bilden
    • individuelle Förderung
    • hoher Migrationshintergrund ist kein Indikator für Problemstatus einer Klasse
Q:

Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen?

A:
  • PISA:
    • (2000) erste Anhaltspunkte/Nachweis für primäre und sekundäre Herkunftseffekte auf breiter Datenbasis => Nachweis gravierender soz. Ungleichheiten
    • (2006) keine wesentliche Veränderung der Bildungsbeteiligung in Sozialschichten
      • in Deutschland ist der Zusammenhang zw. der schulischen und der sozialen Herkunft von allen OECD-Ländern am engsten
      • Benachteiligung findet an wichtiger Gelenkstelle statt => Übergang zu weiterführenden Schule
    • (2011) Lesekompetenz bei Kindern in der Regel auf soz. Hintergrund zurückzuführen
    • (2015) Deutschland = Land, in dem die Bildungsgerechtigkeit niedriger ist als im OECD Durchschnitt
      • gravierender Unterschied auf Leistungsskala zw SuS mit und ohne Migrationshinstergrund
  • IGLU
    • (2006) SuS aus bildungsfernen Elternhäusern erhalten von Lehrern erst bei deutlich höheren Leistungswerten eine Gymnasialpräferenz als Kinder aus bildungsnahen Familien
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz der Lehrkräfte in Abhängigkeit von soz. Lage: für SUS aus oberer Dienstklasse fast 5x so hoch, wie die eines (Fach-)Arbeiterkindes
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz in Abhängigkeit des Migrationshintergrundes: für ein Kind, dessen Eltern beide in Deutschland geboren wurden mehr als 2x so hoch wie für ein Kind dessen Eltern beide im Ausland geboren wurden
  • TIMSS:
    • Studie befasst sich mit Naturwissenschaftlichen und mathematischen Fähigkeiten
      • (2011) Armutsgefährdete Kinder &DaZ Kinder weisen math. Defizite auf
Q:

7 Der Anteil an Kindern mit „Migrationshintergrund“ wird häufig als Indikator für den „Problemstatus“ einer Klasse oder Schule herangezogen. Dabei ist oft gar nicht klar, was genau mit „Migrationsstatus“ gemeint ist und warum davon ausgegangen wird, dass dieser die Leitungsentwicklung bzw. das Lernverhalten von Schülerinnen und Schülern beeinflussen sollte.

•Wie wird „Migrationsstatus“ in der Bildungsforschung (bspw. in internationalen Vergleichsstudien) definiertbzw. gemessen? 

•Warum sind direkte Effekte des Migrationsstatus (auch wenn dieser nach wissenschaftlichen Kriterien erfasst wurde) auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern immer mit Vorsicht zu interpretieren („Nicht der Migrationsstaus ist ausschlaggebend, sondern...“)?

A:
  • Def. Migrationsstatus
  • Effekte
Q:

6 „Gemeinsame und erste Schule für alle“ sollte die Grundschule bei ihrer Gründung 1920 werden.Eine Schulform, die soziale Unterschiede nivelliert und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, ungeachtet ihrer Herkunft, ermöglicht.

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird insbesondere dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg nicht über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. Kinder unabhängig von ihrer Leistung bspw. unterschiedliche Übergangsempfehlungen erhalten. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

A:
  • Befunde
  • Theorien/Modelle
Q:

Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen?

A:
  • PISA:
    • (2000) erste Anhaltspunkte/Nachweis für primäre und sekundäre Herkunftseffekte auf breiter Datenbasis => Nachweis gravierender soz. Ungleichheiten
    • (2006) keine wesentliche Veränderung der Bildungsbeteiligung in Sozialschichten
      • in Deutschland ist der Zusammenhang zw. der schulischen und der sozialen Herkunft von allen OECD-Ländern am engsten
      • Benachteiligung findet an wichtiger Gelenkstelle statt => Übergang zu weiterführenden Schule
    • (2011) Lesekompetenz bei Kindern in der Regel auf soz. Hintergrund zurückzuführen
    • (2015) Deutschland = Land, in dem die Bildungsgerechtigkeit niedriger ist als im OECD Durchschnitt
      • gravierender Unterschied auf Leistungsskala zw SuS mit und ohne Migrationshinstergrund
  • IGLU
    • (2006) SuS aus bildungsfernen Elternhäusern erhalten von Lehrern erst bei deutlich höheren Leistungswerten eine Gymnasialpräferenz als Kinder aus bildungsnahen Familien
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz der Lehrkräfte in Abhängigkeit von soz. Lage: für SUS aus oberer Dienstklasse fast 5x so hoch, wie die eines (Fach-)Arbeiterkindes
    • (2011) Chancen auf Gymnasialpräferenz in Abhängigkeit des Migrationshintergrundes: für ein Kind, dessen Eltern beide in Deutschland geboren wurden mehr als 2x so hoch wie für ein Kind dessen Eltern beide im Ausland geboren wurden
  • TIMSS:
    • Studie befasst sich mit Naturwissenschaftlichen und mathematischen Fähigkeiten
      • (2011) Armutsgefährdete Kinder &DaZ Kinder weisen math. Defizite auf
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Q:


Soziale Ungleichheit wird insbesondere dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg nicht über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. Kinder unabhängig von ihrer Leistung bspw. unterschiedliche Übergangsempfehlungen erhalten. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?





A:
  • Rational Choice Theorie Boudon
    • Herkunftseffekte bestimmen soziale Ungleichheit
    • sekundäre Effekte: Ursache für unterschiedliche Übergangsempfehlung, ohne tatsächlichen Leistungsunterschied - externale Leistungseinschränkung (institutionelle Diskriminierung) und unterschiedliche Kosten/Nutzen von Bildungsabschlüssen
  • Kulturtheorie Bourdieu
    • soziale Ungerechtigkeit durch ungleiche Kapitalausstattung im Habitus zu erklären
      • soziale Kapital (Beziehungsnetzwerk -> Unterstützung von anderen Personen) und symbolisches Kapital (Anerkennung/Status -> Einfluss) bestimmen soz. Position
  • subjektiver Pygmalion-Effekt
  • Lehrerbeurteil wird durch Erwartung beeinflusst
Q:


Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?



A:
  • Angebots-Nutzungs-Modell von Helmke 2009
    • Merkmale der Familie beeinflussen lernpotential/Lernaktivität
    • Strukturmerkmale: Schicht, Bildungsnähe, Kultur
    • Prozessmerkmale: Erziehung, Sozialisation
  • Modell nach Watermann & Baumert
    • Prozess- und Strukturmerkmale beeinflussen Kompetenzerwerb
    • Strukturmerkmale (indirekter Einfluss): Sozioökonomischer Status, Bildungsniveau und Migrationsstatus der Familie
    • Prozessmerkmale (direkter Einfluss): Konsumtives Verhalten, Kulturelle Praxis, kommunikative und soziale Praxis
  • Kulturtheorie Bourdieu
    • soziale Ungerechtigkeit ist durch ungleiche Kapitalausstattung im Habitus zu erklären
    • das ökonomische (Geld -> Nachhilfe), kulturelle (Wissen d. Eltern -> Hilfe) und soziale (Beziehungswerk) Kapital bestimmt die soz. Position
  • Rational Choice Theorie Boudon
    • primäre und sekundäre Herkunftseffekte als Mechanismen der Reproduktion von soz. Ungleichheit
    • primäre Herkunftseffekte: Ursachen, die für Unterschiede in den gezeigten Schulleistungen von Kindern versch. soz. Herkunft verantwortlich sind
Q:

1 Eine „Pädagogik vom Kinde aus“ gilt als eine der zentralen Forderungen für die Grundschule und ist eng verbunden mit dem Aufkommen reformpädagogischer Ideen Anfang des 20. Jahrhunderts.

•Vor welchem historischen Hintergrund ist diese Forderung einzuordnen? Welche Vorstellung von Kindheit hatte man damals, welche heute? 

•Welche gesellschaftlichen Entwicklungen waren wohl notwendig um überhaupt den Anspruch zu formulieren, dass sich eine Schule an den Bedürfnissen von Kindern zu orientieren hat?

A:

•Vor welchem historischen Hintergrund ist diese Forderung einzuordnen? Welche Vorstellung von Kindheit hatte man damals, welche heute? 

•Welche gesellschaftlichen Entwicklungen waren wohl notwendig um überhaupt den Anspruch zu formulieren, dass sich eine Schule an den Bedürfnissen von Kindern zu orientieren hat?

Q:

2 Was Grundschule lehren soll, wird seit Anbeginn ihrer Gründung immer wieder heftig diskutiert. Dabei gilt es immer den Anspruch einer „kindgerechten Schule“ und einer „grundlegenden Bildung“ zu erfüllen.

•Was meinen diese beiden Forderungen (Stichwörter: Unterricht und Inhalte)? Warum sind sie auch heue noch relevant? 

•Wie haben sich „(Bildungs-)Inhalte“ im Laufe der Zeit verändert? 

•Welche Chancen bietet ein kompetenzorientierter Unterricht für die heutige Grundschule?

A:

•Was meinen diese beiden Forderungen (Stichwörter: Unterricht und Inhalte)? Warum sind sie auch heue noch relevant? 

•Wie haben sich „(Bildungs-)Inhalte“ im Laufe der Zeit verändert? 

•Welche Chancen bietet ein kompetenzorientierter Unterricht für die heutige Grundschule?

Q:

4 Das Angebot-Nutzungs-Modell nach Helmke beschreibt die komplexen Zusammenhänge zwischen Unterricht und Lernerfolg und deren Einflussfaktoren.

•Welche Zusammenhänge zwischen dem familiären Hintergrund und dem Lernerfolg von Kindern werden in dem Modell von Helmke beschrieben? 

•Integrieren Sie die im Modell von Watermann & Baumert (2006) getätigten Zusammenhänge in das Angebot-Nutzungs-Modell von Helmke

A:

•Welche Zusammenhänge zwischen dem familiären Hintergrund und dem Lernerfolg von Kindern werden in dem Modell von Helmke beschrieben? 

•Integrieren Sie die im Modell von Watermann & Baumert (2006) getätigten Zusammenhänge in das Angebot-Nutzungs-Modell von Helmke

Q:

5 „Gemeinsame und erste Schule für alle“ sollte die Grundschule bei ihrer Gründung 1920 werden.Eine Schulform, die soziale Unterschiede nivelliert und gleiche Bildungschancen für alle Kinder, ungeachtet ihrer Herkunft, ermöglicht.

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

A:

•Diese Forderung ist heute noch aktuell. Welche Befunde kennen Sie, die auf Effekte der sozialen Herkunft auf den Schulerfolg hinweisen? 

•Soziale Ungleichheit wird auch dann bedeutsam, wenn sich Unterschiede im Schulerfolg über Leistungsunterschiede erklären lassen, d.h. die Leistungen der Kinder abhängig sind von Merkmalen ihrer Eltern. Welche Theorien oder Modelle kennen Sie, um diesen Effekt zu erklären?

Q:

Wie wird „Migrationsstatus“ in der Bildungsforschung (bspw. in internationalen Vergleichsstudien) definiert bzw. gemessen?

A:

laut OECD: 

  • Definition anhand familiären Sprachgebrauchs als Aspekt für Bildungserfolg
  • Bezug auf Geburtsland der Eltern
    • Kinder, deren Eltern, beide in Deutschland geboren sind
    • Kinder, wo ein Teil im Ausland geboren ist
    • Kinder, deren Eltern beide im Ausland geboren ist
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