Grundlagen Der Vergleichenden Politikwissenschaft at Albert-Ludwigs-Universität Freiburg | Flashcards & Summaries

Select your language

Suggested languages for you:
Log In Start studying!

Lernmaterialien für Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Greife auf kostenlose Karteikarten, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben und Altklausuren für deinen Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft Kurs an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg zu.

TESTE DEIN WISSEN

Zwei Typen von Föderalismus: 

 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Typ des intrastaatlichen Föderalismus (Bsp: Deutschland), Kooperation und Konsens, gesellschaftliche Homogenität, Ziel der Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse, Gewaltenverschränkung und funktionale Aufgabenteilung
- Typ des interstaatlichen Föderalismus (Bsp: USA), Trennung und Konkurrenz, Vielfalt der Lebensbedingungen, Pluralität, territorial verfestigte kulturelle Konflikte, Gewalten- und Kompetenztrennung

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Mikrosoziologisches Erklärungsmodell: Theorie der sozialen Kreise 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Jeder Mensch ist in mehrere soziale Kreise eingebunden, also Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz usw.
- übernimmt Theorie für Wähler*in: lebt in einem bestimmten Kontext; sein/ihr ökonomischer Status, seine/ihre Religion, sein/ihr Wohnort, sein/ihr Beruf und das Alter definieren die sozialen Kreise, die Einfluss auf seine/ihre Entscheidung gewinnen 
- Jeder soziale Kreis hat seine eigene Norm, deren Einhaltung mit Integration belohnt wird. Allerdings übt dieser Kontext durch Anpassungsdruck auch eine Kontrolle auf das Verhalten des Individuums aus, weil der/die einzelne mit seiner/ihrer sozialen Umwelt in einem möglichst spannungsfreien Verhältnis leben möchte 
- Ergebnis der Studie: Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen erzeugt weitgehend politisch homogenes Verhalten. Dies konnte insbesondere beim Wahlverhalten nachgewiesen werden: „voting is essentially a group experience“ 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Gesellschaftliche Konflikte als Ausgangspunkt für die Entstehung von Parteien 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Lipset und Rokkan (1967) führen die Entstehung von Parteien auf diejenigen gesellschaftlichen Konflikte zurück, die im Zeitraum bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts von der Gesellschaft in die Politik überführt worden waren und sich zu Konfliktlinien entwickelt hatten (Cleavage-Theorie
- zurückzuführen auf zwei revolutionäre Umwälzungen: Nationale Revolution (-> Bildung moderner Nationalstaaten), Industrielle Revolution (-> neue Arbeits- und Wirtschaftstechniken) 
- Konfliktlinien und die aus ihnen heraus entstandenen Parteien: 
1. Zentrum – Peripherie (Minderheitenparteien, wie katalanische Parteien oder Scottish National Party), 
2. Staat – Kirche (CDU), 
3. Stadt – Land (Gründung von Bauernparteien), 
4. Arbeit – Kapital (SPD) (genauere Erklärung siehe Sitzung 5) 
- „the party system oft he 1960’s reflect, with few but significant exceptions, the cleavage structures of the 1920’s” (Lipset, Rokkan) 
-> „Einfrieren” der Parteiensysteme 
- Ende der 1960er Jahre begannen die eingefrorenen Parteiensysteme aufzutauen, da neue Konfliktlinien 
-> Kommunismus – Sozialismus 
-> Materialismus – Postmaterialismus (Grüne Parteien) 
-> offene – geschlossene Gesellschaft (rechtspopulistische Parteien) 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Weitere Typen von föderalen Strukturen:

 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Einheitsstaat: Alle Kompetenzen liegen bei einer einheitlichen staatlichen Organisation 
- Staatenbund (Konföderation): Föderales Ordnungsprinzip zwischen souveränen Staaten, die sich zusammenschließen, Tendenziell labil u. Handlungsschwach z.B. Amerikanische Konföderation (1781-87) 
- Europäische Union: Entspricht nicht mehr Staatenbund und noch nicht Bundesstaat, Neuer Begriff: Staatenverbund

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Drei wesentliche Aspekte:


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Gleichgewicht, Dezentralisierung und Zentralisierung

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Office-Seeking-Theorien

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Minimal Winning Coalitions:
- Jede vertretene Partei ist notwendig, um eine Regierung zu bilden 

- Problem: unpräzise! 
→ oft passen viele Koalitionsmöglichkeiten zu diesem Kriterium 

2. Minimum Winning Coalition
- Koalition mit dem kleinsten Umfang 
- Begründung: 
-> Gamson’s Law = politische Macht einer Partei (und vor allem Besetzung der Ministerposten) proportional zur numerischen Repräsentation in der Regierungskoalition -> mehr Macht und Ministerposten in kleiner Koalition 

3. Minimal Size Coalition / Bargaining Proposition:

- Koalition mit der niedrigsten Zahl der Partner 
- Begründung -> Verhandlungskosten = Opportunitätskosten gering, also zeitlicher Aufwand gering sowie Transaktions- und Verhandlungskosten gering  

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Das Konzept der Polyarchie von Dahl

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Polyarchie = Existenz von acht institutionellen Garantien

1. Freiheit der Organisation

2. freie Meinungsäußerung
3. aktives Wahlrecht

4. passives Wahlrecht für öffentliche Ämter

5. das Recht, um Unterstützung und Stimmen zu konkurrieren

6. die Verfügbarkeit alternativer Informationsquellen

7. freie und faire Wahlen

8. die Abhängigkeit der öffentlichen Politik von den Präferenzen der Bürger*innen

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wahlgrundsätze

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

1. Frei (Uneingeschränkte Auswahl aus Menge aller verfügbaren Alternativen) 
2. Geheim
3. Direkt (unmittelbare Wahl, keine "Mittler"-Instanzen)
4. Allgemein (Beteiligung aller)
5. Gleich (Alle Stimmen zählen gleich viel)

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Was sind Wahlen? (enger und weiter Begriff)

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- weiter "technischer Begriff": Gewaltfreies Mittel, um Körperschaften zu bestellen, Ämter zu besetzen
- enger Begriff: Wahlen als Merkmal von Demokratien, Mittel, um eine legitime politische Führung zu bestellen, Kernmerkmal demokratischer Systeme 
-> sind ein notwendiges (aber nicht hinreichendes) Merkmal einer Demokratie

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Abberufbarkeit der Regierung möglich durch: 


Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Einfache Mehrheit der anwesenden Abgeordneten reicht zur Absetzung (Finnland) 
- Absolute Mehrheit der Mitglieder muss anwesend sein, einfach Mehrheit genügt aber zur Absetzung (Niederlande) 
- Mehrheit der gesetzlichen Mitglieder muss für die Absetzung stimmen 
- Konstruktives Misstrauensvotum (Alternativer Regierungschef muss gleichzeitig ins Amt gewählt 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Wahlbewerbung

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

- Einzelkandidatur vs. Liste 
1. Starre Liste = Stimmabgabe für Partei -> Macht für Parteiführung 
2. Lose gebundene Liste = Auswahl in Liste -> Präferenzen möglich -> Sympathien bei den Wählern wichtig 
3. Freie Liste = Wahl auch über Parteigrenzen hinweg 

- Effekte: wie ist das Verhältnis v. Kandidat zu Partei? Parteichef je nach Listentyp viel oder wenig Macht 

Lösung ausblenden
TESTE DEIN WISSEN

Gerrymandering

Lösung anzeigen
TESTE DEIN WISSEN

Manipulation von Wahlkreisgrenzen in einem Mehrheitswahlsystem, um die eigenen Erfolgsaussichten zu maximieren. 

Lösung ausblenden
  • 158991 Karteikarten
  • 1930 Studierende
  • 52 Lernmaterialien

Beispielhafte Karteikarten für deinen Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft Kurs an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg - von Kommilitonen auf StudySmarter erstellt!

Q:

Zwei Typen von Föderalismus: 

 


A:

- Typ des intrastaatlichen Föderalismus (Bsp: Deutschland), Kooperation und Konsens, gesellschaftliche Homogenität, Ziel der Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse, Gewaltenverschränkung und funktionale Aufgabenteilung
- Typ des interstaatlichen Föderalismus (Bsp: USA), Trennung und Konkurrenz, Vielfalt der Lebensbedingungen, Pluralität, territorial verfestigte kulturelle Konflikte, Gewalten- und Kompetenztrennung

Q:

Mikrosoziologisches Erklärungsmodell: Theorie der sozialen Kreise 


A:

- Jeder Mensch ist in mehrere soziale Kreise eingebunden, also Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz usw.
- übernimmt Theorie für Wähler*in: lebt in einem bestimmten Kontext; sein/ihr ökonomischer Status, seine/ihre Religion, sein/ihr Wohnort, sein/ihr Beruf und das Alter definieren die sozialen Kreise, die Einfluss auf seine/ihre Entscheidung gewinnen 
- Jeder soziale Kreis hat seine eigene Norm, deren Einhaltung mit Integration belohnt wird. Allerdings übt dieser Kontext durch Anpassungsdruck auch eine Kontrolle auf das Verhalten des Individuums aus, weil der/die einzelne mit seiner/ihrer sozialen Umwelt in einem möglichst spannungsfreien Verhältnis leben möchte 
- Ergebnis der Studie: Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen erzeugt weitgehend politisch homogenes Verhalten. Dies konnte insbesondere beim Wahlverhalten nachgewiesen werden: „voting is essentially a group experience“ 

Q:

Gesellschaftliche Konflikte als Ausgangspunkt für die Entstehung von Parteien 


A:

- Lipset und Rokkan (1967) führen die Entstehung von Parteien auf diejenigen gesellschaftlichen Konflikte zurück, die im Zeitraum bis zur Einführung des allgemeinen Wahlrechts von der Gesellschaft in die Politik überführt worden waren und sich zu Konfliktlinien entwickelt hatten (Cleavage-Theorie
- zurückzuführen auf zwei revolutionäre Umwälzungen: Nationale Revolution (-> Bildung moderner Nationalstaaten), Industrielle Revolution (-> neue Arbeits- und Wirtschaftstechniken) 
- Konfliktlinien und die aus ihnen heraus entstandenen Parteien: 
1. Zentrum – Peripherie (Minderheitenparteien, wie katalanische Parteien oder Scottish National Party), 
2. Staat – Kirche (CDU), 
3. Stadt – Land (Gründung von Bauernparteien), 
4. Arbeit – Kapital (SPD) (genauere Erklärung siehe Sitzung 5) 
- „the party system oft he 1960’s reflect, with few but significant exceptions, the cleavage structures of the 1920’s” (Lipset, Rokkan) 
-> „Einfrieren” der Parteiensysteme 
- Ende der 1960er Jahre begannen die eingefrorenen Parteiensysteme aufzutauen, da neue Konfliktlinien 
-> Kommunismus – Sozialismus 
-> Materialismus – Postmaterialismus (Grüne Parteien) 
-> offene – geschlossene Gesellschaft (rechtspopulistische Parteien) 

Q:

Weitere Typen von föderalen Strukturen:

 


A:

- Einheitsstaat: Alle Kompetenzen liegen bei einer einheitlichen staatlichen Organisation 
- Staatenbund (Konföderation): Föderales Ordnungsprinzip zwischen souveränen Staaten, die sich zusammenschließen, Tendenziell labil u. Handlungsschwach z.B. Amerikanische Konföderation (1781-87) 
- Europäische Union: Entspricht nicht mehr Staatenbund und noch nicht Bundesstaat, Neuer Begriff: Staatenverbund

Q:

Drei wesentliche Aspekte:


A:

Gleichgewicht, Dezentralisierung und Zentralisierung

Mehr Karteikarten anzeigen
Q:

Office-Seeking-Theorien

A:

1. Minimal Winning Coalitions:
- Jede vertretene Partei ist notwendig, um eine Regierung zu bilden 

- Problem: unpräzise! 
→ oft passen viele Koalitionsmöglichkeiten zu diesem Kriterium 

2. Minimum Winning Coalition
- Koalition mit dem kleinsten Umfang 
- Begründung: 
-> Gamson’s Law = politische Macht einer Partei (und vor allem Besetzung der Ministerposten) proportional zur numerischen Repräsentation in der Regierungskoalition -> mehr Macht und Ministerposten in kleiner Koalition 

3. Minimal Size Coalition / Bargaining Proposition:

- Koalition mit der niedrigsten Zahl der Partner 
- Begründung -> Verhandlungskosten = Opportunitätskosten gering, also zeitlicher Aufwand gering sowie Transaktions- und Verhandlungskosten gering  

Q:

Das Konzept der Polyarchie von Dahl

A:

Polyarchie = Existenz von acht institutionellen Garantien

1. Freiheit der Organisation

2. freie Meinungsäußerung
3. aktives Wahlrecht

4. passives Wahlrecht für öffentliche Ämter

5. das Recht, um Unterstützung und Stimmen zu konkurrieren

6. die Verfügbarkeit alternativer Informationsquellen

7. freie und faire Wahlen

8. die Abhängigkeit der öffentlichen Politik von den Präferenzen der Bürger*innen

Q:

Wahlgrundsätze

A:

1. Frei (Uneingeschränkte Auswahl aus Menge aller verfügbaren Alternativen) 
2. Geheim
3. Direkt (unmittelbare Wahl, keine "Mittler"-Instanzen)
4. Allgemein (Beteiligung aller)
5. Gleich (Alle Stimmen zählen gleich viel)

Q:

Was sind Wahlen? (enger und weiter Begriff)

A:

- weiter "technischer Begriff": Gewaltfreies Mittel, um Körperschaften zu bestellen, Ämter zu besetzen
- enger Begriff: Wahlen als Merkmal von Demokratien, Mittel, um eine legitime politische Führung zu bestellen, Kernmerkmal demokratischer Systeme 
-> sind ein notwendiges (aber nicht hinreichendes) Merkmal einer Demokratie

Q:

Abberufbarkeit der Regierung möglich durch: 


A:

- Einfache Mehrheit der anwesenden Abgeordneten reicht zur Absetzung (Finnland) 
- Absolute Mehrheit der Mitglieder muss anwesend sein, einfach Mehrheit genügt aber zur Absetzung (Niederlande) 
- Mehrheit der gesetzlichen Mitglieder muss für die Absetzung stimmen 
- Konstruktives Misstrauensvotum (Alternativer Regierungschef muss gleichzeitig ins Amt gewählt 

Q:

Wahlbewerbung

A:

- Einzelkandidatur vs. Liste 
1. Starre Liste = Stimmabgabe für Partei -> Macht für Parteiführung 
2. Lose gebundene Liste = Auswahl in Liste -> Präferenzen möglich -> Sympathien bei den Wählern wichtig 
3. Freie Liste = Wahl auch über Parteigrenzen hinweg 

- Effekte: wie ist das Verhältnis v. Kandidat zu Partei? Parteichef je nach Listentyp viel oder wenig Macht 

Q:

Gerrymandering

A:

Manipulation von Wahlkreisgrenzen in einem Mehrheitswahlsystem, um die eigenen Erfolgsaussichten zu maximieren. 

Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft

Erstelle und finde Lernmaterialien auf StudySmarter.

Greife kostenlos auf tausende geteilte Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren und mehr zu.

Jetzt loslegen

Das sind die beliebtesten StudySmarter Kurse für deinen Studiengang Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Für deinen Studiengang Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gibt es bereits viele Kurse, die von deinen Kommilitonen auf StudySmarter erstellt wurden. Karteikarten, Zusammenfassungen, Altklausuren, Übungsaufgaben und mehr warten auf dich!

Das sind die beliebtesten Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft Kurse im gesamten StudySmarter Universum

Grundlagen der Politikwissenschaft

Universität Duisburg-Essen

Zum Kurs
2.Methoden der vergleichenden Politikwissenschaft

Universität Mainz

Zum Kurs

Die all-in-one Lernapp für Studierende

Greife auf Millionen geteilter Lernmaterialien der StudySmarter Community zu
Kostenlos anmelden Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft
Erstelle Karteikarten und Zusammenfassungen mit den StudySmarter Tools
Kostenlos loslegen Grundlagen der Vergleichenden Politikwissenschaft