3 Produktivitätsprinzipien, die deine Lernzeit halbieren

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By Sergei

22. Oktober 2018

Studieren ist anstrengend, das ist klar. Was aber noch schlimmer ist: der Output deiner Arbeit kann völlig unvorhersehbar sein. Manchmal recherchierst du vier Stunden am Stück für deine Hausarbeit, um am Ende ohne eine einzige Zeile im Word-Dokument dazustehen.

Kommt dir bekannt vor?

Aber wusstest du, dass es 3 Prinzipien gibt, die du jetzt umsetzen kannst, um deine Produktivität deutlich zu verbessern und mehr Kontrolle über dein Studium zu erlangen? Lies weiter, und du wirst effektiver lernen können als es 90% deiner Freunde tun.

Produktivitätskurve

Zunächst einmal wollen wir unsere Produktivitätskurve während einer typischen Lerneinheit visualisieren. Im Idealfall steigt sie, wenn wir uns mit einem bestimmten Thema befassen, erreicht nach einer Weile einen Höhepunkt und nimmt dann mit der Zeit allmählich ab. Sie besteht also aus drei Stufen, nennen wir sie Start, Höhepunkt und Ende.

Warum ist das wichtig?

Nun, es hat sich herausgestellt, dass du spezifische psychologische Gesetze anwenden kannst, um deinen eigenen Lernfortschritt in jeder Phase zu verbessern.

Start: Ziel ist es, sich auf eine einzelne Aufgabe zu konzentrieren, um sie in einem einzigen Workflow zu erledigen.

Zu Beginn der Lernphase geht es darum, deine Produktivität so schnell wie möglich auf das höchste Level zu bringen. Wenn du den Absprung verpasst, wirst du dich während der gesamten Phase schwer konzentrieren können und nur eine niedrige Höchstleistung erreichen. Wie du dir bestimmt denken kannst, scheitern die meisten Studenten schon an diesem Anfangspunkt.

Ich kann es nicht genug betonen:

Lass dich nicht ständig ablenken. Selbstverständlich sollten alle Social Media- und anderen Benachrichtigungen stumm geschaltet werden. Im Idealfall solltest du dein Handy verkehrt herum hinlegen oder sogar komplett vom Lern- bzw. Arbeitsplatz verbannen.

Übrigens, schau dir unseren Bonusartikel über die Top 10 Möglichkeiten, sich von der Versklavung der sozialen Medien zu befreien an.

Es ist allerdings komplizierter, als einfach nur Instagram zu löschen. Nach Carlsons Gesetz „benötigt kontinuierliche Arbeit weniger Zeit und Energie als wenn sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgeführt wird“. Das bedeutet, dass, man viel Zeit und Energie sparen kann, wenn man sich ohne Unterbrechungen auf eine einzige Aufgabe kontinuierlich konzentriert, was uns zur nächsten total überraschenden Tatsache führt:

Multitasking ist schlecht für deine Produktivität.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich ein menschliches Gehirn nicht auf mehr als eine Aktivität gleichzeitig konzentrieren kann. Multitasking ist ein ständiger Wechsel zwischen verschiedenen Aktivitäten, der sehr viel Energie verbraucht.

Höhepunkt: Nutze das Pareto-Gesetz, identifiziere die 20% zu 80%

Jeder Ersti kennt das Pareto Gesetz.. Es besagt: „80% der Effekte sind das Produkt von 20% der Ursachen“. Aber bist du sicher, dass du es richtig benutzt?

Lass uns auf ein häufiges Missverständnis hinweisen: Die Pareto-Regel bedeutet nicht, dass du fünfmal weniger Zeit für dein Studium aufbringen und trotzdem die gleiche Wirkung haben kannst. Das wäre fantastisch, aber in Wirklichkeit besagt es, dass von allen Anstrengungen, die in eine bestimmte Aufgabe investiert wurden, sprich von allen gefundenen Inhalten und Ideen, die generiert wurden, nur 20% am nützlichsten erscheinen und ein greifbares Ergebnis sein werden.

Wie kannst du das wirklich nutzen?

Während du wahrscheinlich den größten Teil des Warm-Up für die Strukturierung deines Lösungsansatzes und die Suche nach Informationen aufwendest, solltest du nicht zögern, zum Ausführungsteil überzugehen, sobald deine Produktivität ihren Höhepunkt erreicht hat. Versuche, diese goldenen 20% der Ideen zu identifizieren, die du bisher generiert hast, und arbeite hart daran, sie zu entwickeln und zu verfeinern, ohne alles andere zu vergessen. Auf diesem Weg stellst du sicher, dass dein Word-Dokument nach vier Stunden nicht leer ist.

student-tired

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sollte man nicht bis auf die Knochen arbeiten. Und keine Sorge, es gibt ein wissenschaftliches Gesetz, dass diesen Punkt ebenfalls belegt. Nach Illichs Gesetz, „sinkt die menschliche Leistungsfähigkeit ab einer bestimmten Schwelle, sie wird sogar negativ“.

Es ist klar, dass wir am Ende der Lern- bzw. Arbeitssession müde sind. Es gibt aber genügend Menschen, die sich regelmäßig selbst weiter antreiben, obwohl sie kaum mehr Inhalte produzieren. Auf diese Weise kannst du am Ende mehr Schaden anrichten als Nutzen zu erhalten, z.B. Fehler in Berechnungen machen.

Hier ist der Plan:

Jeder Einzelne verfügt über eine begrenzte Energiekapazität, die er auf seine Prioritäten verteilen und anschließend wiederherstellen sollte. Wenn du 10 Stunden am Tag lernst, wirst du deine Energieversorgung von 3 Tagen aufbrauchen und die Wiederherstellung wird am nächsten Tag noch länger dauern. Eine bessere Alternative wäre, 5 Stunden zu lernen bzw. zu arbeiten und danach Party zu machen, ernsthaft, das würde Illich bestätigen.

Wir hoffen, unsere Vorschläge zur Verbesserung deiner Produktivität im Studium haben dir gefallen. Lass uns in den Kommentaren wissen, ob du etwas aus dem Artikel lernen konntest!

Bleibt dran!

Lese mehr dazu: Wie man sich Vorlesungen wie eine Maschine merkt..

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