Die perfekte Mindmap erstellen zum Lernen. So geht’s

Die perfekte Mindmap erstellen zum Lernen. So geht’s

F├╝r jede Phase und Facette der Prozesse des Lernens gibt es clevere, bew├Ąhrte und dem individuellen Lerntyp gerecht werdende Hilfsmittel. F├╝r die Phase der Strukturschaffung, der Themenfindung aber auch bei kreativen Prozessen sind sogenannte Mindmaps sehr beliebt. Mindmaps sind deshalb so effizient, weil die Methode des Mapping einen neurobiologischen Prozess f├╝r die Speicherung im Langzeitged├Ąchtnis nachahmt beziehungsweise diesen Vorgang aktiviert, indem wissenswerte Inhalte als Knotenpunkte gespeichert und in weiterer Folge miteinander verbunden werden. In diesem Artikel zeigen wir dir wie du eine Mindmap erstellen und damit deinen Lernefolg steigern kannst.

Wenn du die Methode des Mapping regelm├Ą├čig nutzt, machst du aus einsamen Inseln des Wissens in deinem Kopf sich miteinander vernetzende und austauschende Knotenpunkte, in die du dann viel leichter neues Wissen einf├╝gen kannst, weil bereits Verbindungen bestehen oder die einzelnen Punkte zumindest eine Ahnung davon haben, dass die anderen existieren.

Es handelt sich bei den Mindmaps also um gehirngerechte Klassiker zum Lernern, die du auf jeden Fall ausprobieren solltest.

Mindmap erstellen –┬á wie geht das?

Bei jedem Lernvorhaben gibt es ein Thema, eine Frage, einen essenziellen Ausgangspunkt. Dieser Punkt ist das Zentrum der Mindmaps. Von diesem Hauptgedanken lassen sich die naheliegenden Assoziationen ableiten. Diese zentralen Elemente sollen im weiteren Verlauf detaillierter aber gleichzeitig immer auf das Wesentliche reduziert ausgestaltet werden. Sie sind Schl├╝sselstellen im Denkprozess und helfen bei der Aufteilung in weitere dem Thema untergeordnete Punkte.

Mindmaps k├Ânnen je nach Komplexit├Ąt des Themas mehrere Ebenen haben. Eine allgemein verbreitete Empfehlung ist es allerdings, nicht mehr als vier Ebenen anzuwenden, damit die zentrale Aufgabe der Mindmaps, n├Ąmlich konkret und ├╝bersichtlich in Erscheinung zu treten, nicht durch eine ├ťberladung mit Seiteninformationen aus der Rubrik ÔÇ×auch interessantÔÇť und durch zu viele Details aus der Rubrik: ÔÇ×├ťbrigens, wusstest du schon?ÔÇť gest├Ârt wird. Eine Mindmap sollte immer als ein Ganzes funktionieren.

Einzelschritte

Schon beim ersten Schritt, dem Herausfiltern des Kernelements, schaffst du einen Ausgangspunkt sowie Ordnung in deinem Kopf und trennst im besten Fall alles Sekund├Ąre vom Wesentlichen. Die erste Frage muss immer lauten: Um was geht es eigentlich? Je k├╝rzer, beziehungsweise eingegrenzter deine Antwort ausf├Ąllt, desto besser. Das mag jetzt sehr simpel erscheinen, ist aber von zentraler Bedeutung, weil du mit der Antwort gleichzeitig auch begreifst, was alles streng genommen nicht dazugeh├Ârt. Wer hat sich nicht schon mal verzettelt und dann die Orientierung verloren?

Nachdem du dein Kernelement so kurz wie m├Âglich dargestellt hast, schaffst du im n├Ąchsten Schritt Verbindungen in Form von ersten Gedanken. Diese Gedanken sind die zweite Ebene deiner Mindmap, hier beginnt sich eine Ordnung beziehungsweise Struktur zu formen. Wichtig ist auch dass du versuchen solltest sehr kurze Bezeichnungen f├╝r diese ersten Gedanken zu finden. Sie teilen deinen Ausgangspunkt auf und k├Ânnen als Unterpunkte bezeichnet werden.

Auf der dritten Ebene werden Gedankeng├Ąnge und Schl├╝sselstellen entwickelt. Diese Entwicklungsebene l├Ąsst freies Assoziieren zu. Aus der Ableitung der Unterthemen, entstehen meist spontane Assoziationen, Ideen und Zus├Ątze, diese sollten m├Âglichst sofort in diese dritte Ebene ├╝bertragen werden. Idealerweise springst du von Assoziation zu Assoziation. So kann man sich auch selbst auf bereits vorhandenes Wissen ├╝berpr├╝fen.

Danach kann nach Bedarf eine vierte Ebene in die Mindmap zur weiteren Konkretisierung eingef├╝gt werden. Dies kann beinhalten, dass beispielsweise Notizen gemacht werden, aber es ist Vorsicht geboten, diese Ebene nicht zu sehr zu ├╝berladen.

Am Ende steht wieder der Anfang

Es ist wichtig sich die Mindmaps am besten nach einer Pause noch einmal anzusehen und auf Koh├Ąrenz zu pr├╝fen.

Wenn deine Map ÔÇťeine Runde SacheÔÇŁ ist, also nichts ÔÇ×zu vielÔÇť und nichts ÔÇ×zu wenigÔÇť kannst du zu einem n├Ąchsten Schritt ├╝bergehen.

Beim sp├Ąteren Abrufen des Wissens kannst du mit weiteren unterst├╝tzenden Elementen der Visualisierung die Chancen um ein Vielfaches erh├Âhen, dass du sp├Ąter (beispielsweise in der Klausur) an einen Punkt deiner Mindmaps denkst und du davon ausgehend in der Lage bist, dir die ganze Mindmap zu erschlie├čen.

Wie man Mindmaps am effektivsten nutzt

Smartes Lernen ist also angesagt. Du kannst auf mehreren Ebenen und durch unterschiedliche Methoden Informationen aufnehmen und je mehr Br├╝cken du dir baust, desto h├Âher ist die Chance, dass du auf dieses Wissen zur├╝ckgreifen kannst. Wenn du in einem ersten Schritt eine Mindmap erstellt hast, kannst du Mittel der Visualisierung zu deinem Vorteil nutzen.

Klassisch ist nat├╝rlich, die entsprechenden Linien und W├Ârter in verschiedenen Farben zu markieren und die Kerngedanken zu umrahmen. Das sorgt f├╝r eine ├╝bergeordnete Struktur und ein Herausfiltern der Verbindungen. Pfeile oder Verbindungslinien kannst du ebenfalls mit Farbe bewusst in Szene setzen.

Wenn du kleine Symbole oder Bilder zu wichtigen Elementen als Zugabe zu den W├Ârtern verankerst, schaffst du neue Verkn├╝pfungen zur St├Ąrkung der neuen erarbeiteten Lernverbindung.

Die Eigenschaft von Mindmaps

Mit der Hilfe von Mindmaps k├Ânnen assoziativ schnell Gedanken aufs Papier gebracht werden. Zum Lernen musst du nat├╝rlich etwas mehr Spontanit├Ąt herausnehmen als beispielsweise bei der Ideenfindung zu einem kreativen Projekt. Allerdings bleibt es auch bei einem eher trockenerem Lernstoff wichtig das sprunghafte, freie Assoziieren nicht komplett aus den Augen zu verlieren.

Es geht immer um den zentralen Kern, also ein Bild, welches die Essenz eines Themas oder einer Frage konkret veranschaulicht. Es soll kein Sachbuch aus einer Mindmap entstehen und es ist auch nicht notwendig bzw. sogar unvorteilhaft jeden Gedanken bis ins Detail zu verfolgen. Wenn keine Assoziationen kommen – ab zum n├Ąchsten Punkt. Blockaden k├Ânnen auf diese Art leichter durchbrochen werden, indem man das Thema erstmal (aber in Sichtweite) liegen l├Ąsst und dann sp├Ąter darauf zur├╝ckkommt.

Die Form

Wo du auf dem Blatt Papier den zentralen Gedanken platzierst und wie du die Verbindungen ziehst, bleibt dir und deinen Vorlieben ├╝berlassen. Die meisten Maps beginnen in der Mitte und gegen von da aus in unterschiedliche Richtungen zu den Unterthemen.

Wichtig ist auch immer wieder zu reduzieren. Manchmal -vor allem an der Uni- sind Sachverhalte sehr komplex und die Unterthemen bzw. entwickelten Schl├╝sselgedanken eine eigene, f├╝r sich stehende Mindmap wert. Im weiteren Prozess des Lernens kannst du dann f├╝r die essentiellen Punkte eine weitere Mindmap erstellen. Dies ist eine sehr effiziente Methode Wissensnetze f├╝r das Langzeitged├Ąchtnis aufzubauen.

Klassisches Mindmap Erstellen auf Papier

Mindmapping wird klassisch auf Papier umgesetzt. Besser gesagt auf Papieren: ÔÇ×Was, ich bin doch kein Nerd?ÔÇť Auch hier gilt: mach es dir leicht. Du hast eine durchdachte Mindmap, Dinge kristallisieren sich heraus als relevant, ausgelagert relevant oder nicht so relevant. Wenn du dir jetzt ein kleines Zeitfenster nimmst, das Ganze in eine saubere Form zu bringen, tust du deinem Gehirn einen gro├čen Gefallen. Du schaffst also eine saubere Visualisierung der relevanten Wissenslandschaft in deinem Kopf. Falls du lieber ausbesserst, solltest du eine erste Version mit Bleistift machen.

Grunds├Ątzlich ist es f├╝r das Gehirn von Vorteil, wenn mit der Hand geschrieben wird. Es kommt auf den Lerntyp an, aber manche lernen am allerbesten durch Schreiben.

Digitale Mindmap erstellen

Digitale Mindmaps sind vor allem funktional und praktisch. Man braucht nicht viel Papier, Dinge die ausgebessert geh├Âren verschwinden einfach, die Gr├Â├če kann an die Anzahl der Gedanken angepasst werden und die Farbgestaltung erfolgt ohne Schreibutensilien. Am Computer zu arbeiten, besticht eindeutig durch seine Funktionalit├Ąt.

Wichtig ist dabei, dass du von ├╝berall auf die Map zugreifen kannst. So kannst du spontan Dinge einf├╝gen, die dir verloren gehen w├╝rden, wenn du die Einf├Ąlle nicht notierst. Das Angebot, Daten im Internet zum Beispiel in einer Cloud zu speichern ist riesig. Es gibt auch eine Vielzahl von online Angeboten zu Mindmaps, viele davon sind gratis. Die StudySmarter App etwa bietet dir die M├Âglichkeit Mindmaps zu erstellen und vieles mehr, wie etwa digitale Karteikarten und Zusammenfassungen f├╝r dein Studium.

Alles eine Frage auf Abruf

Du siehst, dir eigene Mindmaps zum Lernen zu erschaffen, mit denen du dir ein gut funktionierendes Wissensnetz aufbauen kannst, ist eine sehr clevere Methode um nicht den ├ťberblick zu verlieren und wichtige Anker f├╝r die wesentlichen Inhalte zu schaffen.

Ein sehr n├╝tzlicher Zusatztipp ist die wichtigsten Mindmaps w├Ąhrend des Lernens in Sichtweite zu haben. Am besten kannst du sie irgendwo aufh├Ąngen, falls du mit Papier arbeitest. Wenn du eine digitale Version lieber ist, kannst du zum Beispiel die Mindmap als Hintergrundbild f├╝r deinen PC oder dein Smartphone verwenden.